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OECD-Wirtschaftsbericht für die Schweiz 2026 |
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Die Schweiz sollte diegesamtwirtschaftliche Produktivität steigern und die öffentlichen Finanzen auf einealternde Bevölkerung vorbereiten
Trotz der jüngsten Schocks hat sich die Schweiz wirtschaftlich als sehr widerstandsfähigerwiesen, was ihren robusten Institutionen und ihrer umsichtigen makroökonomischenSteuerung zu verdanken ist. Die hohen geopolitischen Risiken und die handelspolitischeUnsicherheit belasten jedoch die Aussichten. Damit das Land wettbewerbsfähig undinnovativ bleibt, bedarf es ehrgeiziger Reformen.
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Der jüngste OECD-Wirtschaftsbericht für die Schweiz rechnet für 2026 mit einem BIP- Wachstum von 2,0 % und für 2027 von 1,4 %, gegenüber 1,6 % im Jahr 2025. Die Inflation lag2025 bei 0,2 % und dürfte sowohl 2026 als auch 2027 mit rund 0,6 % niedrig bleiben, was zumTeil auf die geringe Energieintensität der Schweizer Wirtschaft zurückzuführen ist. DasWachstum könnte angekurbelt und die Resilienz verbessert werden, wenn die Schweiz dieBeziehungen zu wichtigen Handelspartnern stärkt, sich weiter um den Aufbau neuerHandelspartnerschaften bemüht und Reformen im Bereich der Finanzmarktregulierung und-aufsicht rasch umsetzt.
"Die Schweiz gehört zu den erfolgreichsten und innovativsten Volkswirtschaften derWelt. Die Priorität besteht nun darin, den Wettbewerbsvorteil zu bewahren undzugleich die Tragfähigkeit der öffentlichen Ausgaben zu sichern", sagte OECD- Generalsekretär Mathias Cormann bei der Vorstellung des Berichts mit der Direktorindes Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft, Helene Budliger Artieda, in Bern."Stärkerer Wettbewerb und eine Verringerung des Verwaltungsaufwands würden dieProduktivität steigern. Effizientere Gesundheitsausgaben und die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung würden die Aussichten für dieStaatsfinanzen verbessern."
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Die Schweiz sollte Massnahmen ergreifen, um das Produktivitätswachstum auf eine breitereBasis zu stellen, da es sich derzeit hauptsächlich auf einige wenige Schlüsselsektoren wie diePharmaindustrie und die Präzisionsfertigung stützt. In netzgebundenen Wirtschaftszweigenwie dem Energiesektor sollte der Wettbewerb gestärkt werden, u. a. durch das neueStromabkommen mit der Europäischen Union. Die Produktivität und dieWettbewerbsfähigkeit könnten gesteigert werden, wenn die Marktzutrittsschranken und dieRolle des Staates verringert und gleichzeitig nicht-tarifäre Handelshemmnisse reduziert undVerwaltungsverfahren gestrafft würden.
Die Finanzierung einer kürzlich beschlossenen 13. Monatsrente ist nach wie vor nichtgesichert, und die Bundesregierung hat sich verpflichtet, die Verteidigungsausgaben imBundeshaushalt ab 2027 zu erhöhen, was die Aussichten für die Staatsfinanzen unsicherermacht. Die alternde Bevölkerungsstruktur und die Auswirkungen des Klimawandels erhöhenden Ausgabendruck und gefährden die langfristige Schuldentragfähigkeit, stellt die OECD in ihrem neuen Wirtschaftsbericht fest.
Eine bessere Koordination der Spitalplanung zwischen den Kantonen und mit derBundesverwaltung, durch die sich Kapazitätsüberschneidungen verringern liessen, würdelangfristige Einsparungen im Gesundheitswesen ermöglichen. Die Verknüpfung desRenteneinstiegsalters mit der Lebenserwartung wäre eine wirkungsvolle Massnahme, umwie in anderen OECD-Ländern die langfristige Tragfähigkeit des Rentensystemssicherzustellen.
Eine Verringerung der Differenz zwischen regulierten Mieten für Bestandsmieter*innen undMarktmieten für neue Mietverträge würden Anreize für die Vermietung verfügbarer Objekteschaffen und so das Wohnungsangebot erhöhen. Darüber hinaus könnten eineHarmonisierung der bautechnischen Normen und Baugesetze zwischen den Kantonensowie eine schnellere Erteilung von Baubewilligungen durch die allgemeine Umstellung aufelektronische Verarbeitung zur Beschleunigung von Bauvorhaben und zu Kostensenkungenbeitragen.
Um die Kosten des Klimawandels zu mindern, sollte die Schweiz die Koordinierung zwischenden verschiedenen staatlichen Ebenen stärken. Gegenwärtig werden uneinheitlicheFortschritte erzielt, weil die Zuständigkeit für die Umsetzung der Anpassungsmassnahmenbei den Kantonen liegt. Das System der Elementarschadenversicherung funktioniert gut. Eskönnte jedoch weiter verbessert werden, indem es Versicherern gestattet wird, fürInvestitionen in proaktive Anpassungsmassnahmen zur Schadensbegrenzung Rabatte aufVersicherungsprämien zu gewähren.
| Quelle: Text OECD , 15. September 2026 |
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