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Somalia - Klima und Landwirtschaft

Regenzeiten und Trockenzeiten

Somalia liegt innerhalb des Verschiebungsbereichs der Innertropischen Konvergenzzone ITKZ. In den meisten Gebieten in Somalia gibt es daher zwei Regenzeiten.

Somalia liegt in einer Klimazone, in welcher das Zusammenspiel von Regenzeit und Trockenzeit grosse Auswirkungen auf die Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln hat. Zu viel oder zu wenig Regen stört den Rhythmus von Aussaat, Wachstum und Ernte von Mais und Sorghum. Das labile Gleichgewicht der Natur wird zusätzlich noch durch die grosse Armut und Unruhen negativ beeinflusst. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt schon bei gutem Klimabedingungen am Limit ihrer Möglichkeiten.

2013 blieben die Ernteerträge in Zentral und Südsomalia infolge von ungünstigen Witterungsbedigungen, dem Ausbruch der Pest-Seuche und der kleiner Anbaufläche unter den Erwartungen. Die Bauern lassen grosse Teile ihrer Landflächen in Zeiten von schwelenden Konflikten aus Sicherheitsgründen unbearbeitet. Schädlinge und Überschwemmungen nach ergiebigen Niederschlägen reduzieren zusätzlich noch die Ernteerträge.

Die Preisentwicklung der Grundnahrungsmittel ist ebenfalls von den wetterabhängigen anbauzyklen abhängig. Von grosser Bedeutung die Höhe der Getreidemenge, welche am Ende der Gu-Regenzeit eingebracht werden kann. Nach einer guten Ernte sinken die Preise auf den Märkten im August und September.

Wie die Ackerbauern sind auch die Viehhalter auf ausreichende Regenfälle angewiesen. Eine längere Jilal-Saison oder ein frühzeitiger Beginn der Hagaa-Saison bringt die Viehhalter in Schwierigkeiten. Während Trockenphasen verfügen die Weideflächen über zu wenig Gras. Während einer Trockenzeit verkleinert sich die Milchmenge markant.

Sorghum ist eine alte Kulturpflanzenart, die in vielen Regionen der Erde als Nahrungsgrundlage und Rohstoffquelle dient.

Sorghum gehört wie Mais zur Gruppe der C4 - Pflanzen, die sich durch eine besonders gute Wasser- und Nährstoffeffizienz auszeichnen. Sorghum benötigt für das Wachstum viel Wärme.

Sorghum gedeiht als Nahrungsmittelpflanze besonders im tropischen und subtropischen Raum. Neuzüchtungen werden heute auch in Europa als Rohstoff für die Gewinnung von Bio-Treibstoffen angepflanzt.

Sorghum ist eine einjährige, schnell wachsende Pflanze, welche grosse Ähnlichkeit mit Mais aufweist. Die Rispen sind 10 - 25 cm lang und tragen Ästchen mit je zwei kleinen Ähren. Das obere Ästchen bildet eine zwittrige, das untere zwei männliche Blüten.

Sorghum besitzt ein deutlich stärker verzweigtes und feineres Wurzelsystem als Mais, was die schnelle Wasseraufnahme erleichtert.

Eigenschaften:
-C4-Pflanze
-Getreide der Tropen & Subtropen
-Trockentoleranz (300 - 600 mm)
-kälteempfindlich
-mittlere Salztoleranz
- Sicherer Anbau auch bei Trockenheit
- Geringer Wasserbedarf
- sehr hohes Nährstoffaneignungsvermögen

Familie: Poaceae
Hauptrassen: Bicolor, Guinea, Caudatum, Kafir, Durra

Sorghum bicolor wird häufig als Futterhirse, Sorghum saccaracum als Zuckerhirse bezeichnet.

Quelle: FAO 2013 (Text: RAOnline)
«Fernerkundung - Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum»
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