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Begleitstudien zum Projekt "Tourismusresort Andermatt"

Begleitstudie der Hochschule Luzern
In einer begleitenden Studie werden durch die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit die gesellschaftlichen Auswirkungen des Tourismus-Grossprojektes in Andermatt erforscht. Untersucht werden dabei durch die Hochschule Luzern - Wirtschaft auch ausgewählte sozioökonomische Aspekte.
Es handelt sich um eine Langzeitstudie, die bis 2018 dauert und in vier Teilstudien durchgeführt wird.
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Hochschule Luzern Begleitstudie Tourismusresort Andermatt

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Umfrage - Bevölkerung von Andermatt: Mit Vorbehalt positiv eingestellt

In einer Langzeitstudie unter der Federführung der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit werden die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus-Grossprojektes in Andermatt erforscht. Am Freitag wurden die Ergebnisse der ersten Teilstudie diskutiert. Positive Einstellungen überwiegen, es gibt aber auch kritische Stimmen.

Der Bau des Tourismusresorts in Andermatt bedeutet für die Gemeinde und das ganze Urserental eine grosse Gäste- und Bevölkerungszunahme sowie massive räumliche Veränderungen. Die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit begleitet das Projekt bis etwa 2020 mit einer Langzeitstudie, um die sozialen und kulturellen Auswirkungen zu erforschen. Die Studie gliedert sich in vier Teile und ist ein «Frühwarnsystem», mit dem negative Auswirkungen auf die Bevölkerung frühzeitig erkannt und abgewendet werden sollen. Am Freitag wurden in Andermatt die Ergebnisse der ersten Teilstudie zu den soziokulturellen Auswirkungen präsentiert. Mit einem Zufallsverfahren waren 25 Personen unterschiedlicher Altersgruppen für Einzelinterviews ausgewählt worden. Zusätzlich wurden mit Vertreterinnen und Vertretern des Gewerbes sowie mit Jugendlichen der 3. Oberstufe Gruppengespräche geführt. Ziel war, zu erfahren, wie die Bevölkerung die Situation in Andermatt seit der Planung des Resorts subjektiv erlebt und diejenigen Themen zu eruieren, welche die Bevölkerung im Hinblick auf die Zukunft besonders stark beschäftigen. Die Gespräche wurden im Zeitraum Dezember 2009 bis März 2010 durchgeführt.

Dorfgemeinschaft soll bestehen bleiben

Rund 50 Andermatterinnen und Andermatter nahmen an der Ergebniskonferenz teil. Das Forschungsteam stellte die wichtigsten Resultate der ersten Teilstudie vor. Dem Bau des Resorts und der Person des ägyptischen Investors Samih Sawiris steht die Mehrheit der Befragten auf Grund des erwarteten wirtschaftlichen Aufschwungs positiv gegenüber. Während vor allem in der Planungsphase noch Euphorie vorherrschte, werden heute aber auch vermehrt konkrete Erwartungen und Befürchtungen geäussert. Die Befragten hoffen, dass die Dorfgemeinschaft so bleiben kann, wie sie ist und wollen nicht zu einem zweiten St. Moritz werden, unerschwingliche Lebenshaltungskosten sind eine der in den Interviews am meisten erwähnten Befürchtungen. Gewünscht wird zudem, dass seitens der verantwortlichen Behörden und der Andermatt Swiss Alps AG die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht vernachlässigt werden.

Das Gewerbe stellt sich auf neue Situation ein

Ein Teil der Befragten macht sich über den Wandel keine Gedanken und wartet ab, was die Zukunft mit sich bringt. Einige wenige erwägen den Wegzug aus Andermatt, sollten sie mit der veränderten Situation nicht zurechtkommen. Andere besinnen sich schon jetzt auf ihre eigenen Stärken und wollen die neue Situation gemeinsam meistern. So rechnen beispielsweise die Vertreterinnen und Vertreter des ansässigen Gewerbes damit, dass der Bau des Resorts neue Firmen nach Andermatt locken wird. Für den Umgang mit der neuen wirtschaftlichen Situation streben sie eine verstärkte Zusammenarbeit an.Die befragten Jugendlichen erwarten mehr Perspektiven für ihre Altersgruppe, wie beispielsweise qualifizierte Arbeitsplätze und ein grösseres Freizeitangebot im Sommer. «Die Jugend ist diejenige Generation mit der kritischsten Einstellung gegenüber dem Resort. Sie sorgt sich unter anderem um die Auswirkungen auf die Natur und möchte bei der weiteren Entwicklung mitreden können», sagte Colette Peter, Leiterin Institut für Soziokulturelle Entwicklung der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit.

Nicht für die Schublade

Engagiert besprachen die Einwohnerinnen und Einwohner die Ergebnisse und zeigten sich vor allem erstaunt über die kritischen Stimmen der Jugendlichen. Eine der Massnahmen, die sie den Behörden deshalb vorschlagen, ist eine spezielle Gesprächsplattform für die junge Generation. In den nächsten Monaten werden interessierte Andermatterinnen und Andermatter in Arbeitsgruppen weitere Massnahmen diskutieren und diese bei der Gemeinde und dem Kanton deponieren. Die Federführung für die Umsetzung liegt bei den dortigen Vertretern. «Die Vorschläge werden nicht in der Schublade verschwinden. Bei der Lancierung von Massnahmen hoffen wir auf die Mitarbeit der Bevölkerung. Dies ist sogar sehr erwünscht», sagte der anwesende Gemeinderat Thomas Schuler.

Ökonomische Auswirkungen grenzüberschreitend analysieren

Zurzeit laufen noch die ersten Erhebungen seitens der Hochschule Luzern - Wirtschaft. In einem ersten Schritt wird der Ist-Zustand der wirtschaftlichen Situation anhand statistischer Daten erhoben. Davon ausgehend werden später die sozioökonomischen Auswirkungen des Resorts auf den ganzen Gotthardraum (Kanton Uri, Goms, Surselva und Leventina) analysiert. Im Fokus stehen unter anderem die Anzahl Arbeitsstätten und Beschäftigte bei Gewerbebetrieben, Indikatoren zu Einkommen sowie die Preisentwicklung ausgewählter Güter und Dienstleistungen wie beispielsweise Grundstückspreise, Wohnraumangebot und Skibillete. Die ganze Langzeitstudie wird finanziert durch den Kanton Uri, die Gemeinde Andermatt sowie durch Mittel der neuen Regionalentwicklung des Bundes sowie der Forschungsförderung der Hochschule Luzern. Die detaillierten Ergebnisse der ersten Teilstudie werden anfangs September publiziert. Im Herbst 2011 ist der Start der zweiten Teilstudie geplant.

Quelle: Text Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, Mai 2010

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Studie zu den Auswirkungen des Tourismusresorts Andermatt

Die Urner Kantonalbank präsentierte am 24. Juni 2008 zusammen mit dem Kanton Uri die Resultate ihrer Studie "Wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen des Tourismusresorts Andermatt".

Studie Urner Kantonalbank
Studie zu den Auswirkungen des Tourismusresorts Andermatt
Externe Links
Quelle: Urner Kantonalbank
Studie Vollversionen 2 MB PDF-File PDF Download
Studie Studie Kurzfassung 579 KB PDF-File PDF Download
Präsentation Zukunft 2,8 MB PDF-File PDF Download
Präsentation ECOPLAN AG, Altdorf 1,1 MB PDF-File PDF Download
Quellen: Kanton Uri und Urner Kantonalbank, Juni 2008

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