Berichte über den Klimawandel - Globale Berichte
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IPCC-Bericht zum globalen Klimawandel
IPCC-Bericht zum globalen Klimawandel
IPCC Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre (SROCC) 2019
Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre (SROCC)
siehe auch Spezialbericht zum Klimawandel Klimawandel und Landsysteme (SRCCL)
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IPCC Report 2019: Spezialbericht Klimawandel
Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre (SROCC)

IPCC veröffentlicht IPCC-Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima (SROCC)

Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Summary for Policymakers SPM) des SROCC einschliesslich der Hauptaussagen wurde auf der 51. IPCC-Plenarsitzung vom 20. bis 23. September 2019 in Monaco von den 195 Mitgliedsstaaten des IPCC Zeile für Zeile verabschiedet. Der Bericht einschliesslich der SPM wurde am 24. September 2019 von den Mitgliedsstaaten angenommen.

Der offizielle deutsche Titel lautet:

"IPCC-Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima."

Ausführliche Informationen rund um den SROCC finden Sie auf dessen Webseite bei IPCC (auf Englisch): https://www.ipcc.ch/report/srocc/

Thematische Schwerpunkte

Der "Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima" behandelt die Themen Hochgebirgsregionen; Polargebiete; Meeresspiegelanstieg und Änderungen in den Weltmeeren sowie extreme und abrupte Veränderungen. Er beschäftigt sich auch mit den Folgen und Risiken für tief liegende Inseln, Küsten und Gemeinden; marine Ökosysteme und abhängige Gemeinden sowie mit Risikomanagement und Anpassung.


IPCC-Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre
in einem sich wandelnden Klima (SROCC)
Hauptaussagen des IPCC‐Sonderberichts über Klimawandel, Hochgebirgsregionen, Polargebiete, Meeresspiegelanstieg, Änderungen in den Weltmeeren, Folgen und Risiken für tief liegende Inseln, Küsten und Gemeinden, marine Ökosysteme und abhängige Gemeinden

Verabschiedete Struktur

Summary for Policymakers (~10 pages)
Technical Summary (consisting of chapter executive summaries with figures) (20 pages)
Chapter 1: Framing and Context of the Report (15 pages)
Chapter 2: High Mountain Areas (30 pages)
Chapter 3: Polar Regions (50 pages)
Chapter 4: Sea Level Rise and Implications for Low Lying Islands, Coasts and Communities (50 pages)
Chapter 5: Changing Ocean, Marine Ecosystems, and Dependent Communities (65 pages)
Chapter 6: Extremes, Abrupt Changes and Managing Risks (20 pages)
Case Studies, Frequently Asked Questions and Boxes (20 pages)
Integrative Cross Chapter Box: Low Lying Islands and Coasts (up to 5 pages)

Diese Struktur und die thematischen Schwerpunkte des SROCC wurden bei der 45. IPCC-Plenarsitzung in Guadalajara, Mexiko (28.-31. März 2017) festgelegt. Die Struktur beruht auf einem Entwurf, der bei einem Expertentreffen (scoping meeting) im Dezember 2016 erarbeitet worden war.

Zeitplan

17. Juni - 29. Juli 2016 Nominierungen von Expert/innen für Scoping Meeting
6. - 9. Dezember 2017 Scoping meeting
28. - 31. März 2017 IPCC-Plenum verabschiedet Outline
7. April - 19. Mai 2017 Nominierungen von Autor/innen
30. Juni 2017 Auswahl der Autor/innen
2. - 6. Oktober 2017 1. Meeting der Leitautor/innen
12. - 16. Februar 2018 2. Meeting der Leitautor/innen
4. Mai - 29. Juni 2018 Expertenbegutachtung des ersten Entwurfs
23. - 29. Juli 2018 3. Meeting der Leitautor/innen
16. Nov. - 11. Jan. 2019 Experten- und Regierungsbegutachtung des zweiten Entwurfs
4. - 9. März 2019 4. Meeting der Leitautor/innen
14. Juni - 9. Aug 2019 Finale Regierungsbegutachtung
20. - 23. Sept. 2019 IPCC Verabschiedung (acceptance/approval)

Zuständigkeiten für die Erstellung

- Wissenschaftliche Leitung: Arbeitsgruppen I und II
- Unterstützung durch die Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe II

Quelle: Text Koordinationsstelle IPCC, 25. September 2019

Meeresspiegel steigt stark an

Die Gletscher, Permafrostböden und Ozeane weltweit verändern sich mit dem Klimawandel im Lauf dieses Jahrhunderts markant. Dies zeigt der neue Bericht des Weltklimarates (IPCC), an dem Thomas Frölicher und Carolina Adler von der Universität Bern als Leitautoren beteiligt waren. So steigt der Meeresspiegel stärker als bisher angenommen, Hitzewellen im Meer werden häufiger und der Grossteil der Gletschermasse in Europa verschwindet.

Der Meeresspiegel wird bis 2100 um 43 bis 84 Zentimeter steigen und Gebiete unter Wasser setzen, in denen heute Hunderte von Millionen Menschen leben. Gletscher weltweit verlieren zwischen 2015 und 2100 18 bis 36 Prozent ihrer Masse, jene in Europa gar über 80 Prozent.

Bei weiterhin hohen Treibhausgas-Emissionen könnten bis 2100 49 bis 89 Prozent der wenig tiefen Permafrostböden auftauen und damit an Stabilität einbüssen. Dies zeigt der IPCC-Bericht zu Ozean und Kryosphäre (Eis, Permafrost), der am 25. September 2019 veröffentlicht wurde.

Hochgebirgslandschaften in Gefahr

«Die Hänge in den Alpen und anderswo werden durch die immer wärmeren Permafrostböden instabil und setzen in den Polarregionen Kohlenstoff-Reservoire frei, die dort seit Tausenden von Jahren ruhten», sagt Konrad Steffen, Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL und Autor des IPCC-Berichtes. Dadurch gelangen bis Ende 2100 Dutzende oder gar Hunderte von Gigatonnen als Kohlendioxid oder Methan in die Atmosphäre und heizen das Klima weiter auf. «Durch eine starke Reduktion der Treibhausgas-Emissionen können wir wesentliche Teile der ikonischen Hochgebirgslandschaften erhalten», sagt Autorin Carolina Adler von der Mountain Research Initiative, die an der Universität Bern angesiedelt ist.

«Dazu müssen wir bei der Entwicklung der Gebirgsregionen die Anpassung an den Klimawandel stets berücksichtigen und die lokale Bevölkerung miteinbeziehen.»

Autor Andreas Fischlin von der ETH Zürich und Vizepräsident der zweiten Arbeitsgruppe des Weltklimarats ergänzt: «Überall auf der Welt ändert sich das Hochgebirge besonders stark: Gletscher schmelzen und Pflanzen und Tiere aus dem Unterland besiedeln höhere Lagen oder ändern ihr Verhalten, wobei der Lebensraum der Hochgebirgsspezialisten schwindet.»

Noch nie dagewesenes Klima

Bezüglich der Ozeane spricht der Weltklimarat von einem neuen, seit präindustriellen Zeiten noch nie dagewesenem Klima. Marine Hitzewellen werden bei weiterhin hohen Treibhausgas-Emissionen bis 2100 50-mal häufiger. Die Ozeane werden saurer, enthalten immer weniger Sauerstoff und die Primärproduktion nimmt ab. «Wir sehen bereits jetzt markante Veränderungen in den Ozeanen, von der Oberfläche bis in grosse Tiefen, von den Polen bis in die Tropen. Dieser Wandel wird die Verteilung und die Fülle des Lebens überall in unseren Meeren beeinflussen», sagt Thomas Frölicher, IPCC-Autor von der Universität Bern.

«Das Schmelzen der Eisschilde an den Polen beschleunigt den Anstieg des Meeresspiegels», sagt Autor Nicolas Gruber von der ETH-Zürich. Gerade der Anteil des schmelzendes Eises in der Antarktis wurde bisher unterschätzt. Mit dem steigenden Meeresspiegel nehmen in diesem Jahrhundert Risiken wie Fluten oder Küstenerosion deutlich zu. Alleine die Schäden durch Überschwemmungen werden jährlich auf das 100- bis 1'000-fache ansteigen.

Treibhausgas-Emissionen «dringend und ambitioniert» senken

«Das offene Meer, die Arktis oder die Antarktis scheinen vielen weit weg zu sein. Aber die Bevölkerung weltweit, inklusive wir Menschen in der Schweiz, hängt von diesen Systemen ab - für Wetter und Klima, für Nahrung und Wasser, für Energie, Handel, Transport, Erholung und Tourismus, Gesundheit und Wohlergehen, Kultur und Identität», sagt Thomas Frölicher.

Die Autorinnen und Autoren des IPCC-Berichtes SROCC formulieren viele politische, gesellschaftliche und technische Handlungsmöglichkeiten und verweisen deutlich auf die Dringlichkeit: Für eine nachhaltige Entwicklung müssten die Treibhausgas-Emissionen «dringend und ambitioniert» gesenkt und die Folgen des Klimawandels auf die lebenserhaltenden Ozeane und die Kryosphäre gemindert werden, etwa durch den Ausbau des Küstenschutzes durch Bauten oder Bepflanzungen.

Quelle: Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT), Text Universität Bern, 25. September 2019

Zahlreiche Bereiche werden vom weltweiten Temperaturanstieg betroffen sein, u.a. gehören dazu...

die Biodiversität,
die Ernährungssicherheit,
die Fischerei,
die Gletscher
der Küstenschutz,
die Land- und Meerökosysteme
die Meereisentwicklung,
der Meeresspiegelanstieg,
die Ozeanversauerung,
die Permafrostböden,
die Trinkwasserversorgung,
das wirtschaftliche Wachstumund viele andere Bereiche mehr.

Schweiz Hitzesommer 2018 2018

Kryosphäre
Die Gesamtheit des gefrorenen Wassers auf der Erde (Meereis, Gletscher, Eisschilde , Permafrostböden und Schneebedeckung) wird als Kryopshäre bezeichnet.
Lithosphäre
Die Erdkruste ist die äusserste feste Schicht der Erdkugel. Auf der Erdruste spielt sich das irdische Leben ab. Die Erdkruste und der äussere Erdmantel bilden zusammen die Lithosphäre.
Biosphäre
Die Biosphäre ist der Bereich der Erde, in welcher sich irgendeine Form von Leben (menschliche, tierische, pflanzliche Lebensformen und alle lebenden Mikroorganismen) entwickelt hat. Der Bereich reicht von den oberen Erdschichten bis in die Mesosphäre.
Hydrosphäre
Zur Hydrosphäre (dem Wassermantel der Erde) gehören die Meere sowie alle stehenden und fliessenden Gewässer.

IPCC 4. Bericht über den globalen Klimawandel 2007
IPCC Extremereignisse und der Klimawandel 2011
IPCC 5. Bericht über den globalen Klimawandel 2014

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Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre (SROCC)
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Quelle: IPCC
IPCC-Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre
in einem sich wandelnden Klima (SROCC)
Hauptaussagen des IPCC‐Sonderberichts über Klimawandel, Desertifikation,
Landdegradierung, nachhaltiges Landmanagement, Ernährungssicherheit und
Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen
deutsch, 8 Seiten
230 KB PDF Download
Source: IPCC
The Ocean and Cryosphere in a Changing Climate
Summary for Policymakers
english, 45 pages
7.3 MB PDF Download
Quelle: IPCC
Vereinbarungen für die Übersetzung englischer Fachbegriffe aus den Klimawissenschaften ins Deutsche
deutsch, 9 Seiten
190 KB PDF Download

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UK Stern-Bericht Kernaussagen 2006
BAFU Indikatoren zu Ursachen des Klimawandels
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