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Der Klimawandel beeinträchtigt die Zukunft der Kinder in Bangladesh

Eindringendes Salzwasser führt zu einer Bodenversalzung

Bangladesh wird immer wieder von klimatischen Extremereignissen, wie verheerende Überschwemmungen, tropischen Wirbelstürmen (tropische Zyklone) und Dürren heimgesucht, welche offensichtlich mit dem weltweiten Klimawandel in Zusammenhang stehen.

In einem Zusammenhang mit dem Klimawandel steht auch der Meeresspiegelanstieg. Der höhere Meeresspiegel macht sich in den Deltaregionen, welche jeden Tag unter dem Einfluss der Gezeitenkräfte stehen, besonders ausgeprägt bemerkbar.

Das Meerwasser fliesst in den Flutphasen immer weiter nordwärts. Zahlreiche Zonen entlang der Flussufer, welche vor einigen Jahren noch ständig trocken waren, werden heute täglich vom Meerwasser überschwemmt. Das einfliessende Salzwasser zerstört in einem langsamen Prozess das Grundwasser und die Böden. Die Erosionskraft der Gezeitenströme hat zugenommen.

Bangladesh liegt fast vollständig im mächtigen und weitverzweigten Flusssystem der beiden Flüsse Ganges und Brahmaputra (Yarlung Zangbo (Tsangpo)), welche vor allem während der Monsunzeit riesige Wasser- und Geschiebemassen in das Tiefland bringen. In den zahlreichen Flussarmen befinden sich Inseln aus weichem, leicht erodierbarem Sedimentmaterial.

Auf unzähligen Inseln leben Menschen, welche aus dem Grundwasser ihren Trinkwasserbedarf decken und die Böden zum Anbau von Kulturpflanzen nutzen. Nach jedem Hochwasser verändert sich die Gestalt dieser Inseln. Kulturland und Häuser werden weggeschwemmt. Einige Inseln verschwinden. Es ist äusserst schwierig, die Menschen vor diesen Naturgewalten zu schützen. Dämme halten den Erosionskräften auf die Dauer nicht stand. Die Überschwemmungen bringen die Menschenoft in Lebensgefahr. Eine Flucht in höher gelegene Gebiete ist kaum möglich. Es gibt keine Erhebungen. Auf den wenigen künstlich aufgeschütteten und befestigten Inseln finden nur wenige Menschen Schutz.

Menschen, welche durch die Klimaereignisse ihre Lebensgrundlagen verloren haben, finden in diesem äusserst dicht bevölkerten, flachen Land kaum mehr einen neue Platz, wo sie ihr Leben in gewohntem Rahmen weiterführen können. Viele Menschen strömen daher in die grossen Städte des Landes, welche die neuen Bevölkerungsschichten nicht ausreichend versorgen können. Nach Schätzungen gibt es gegenwärtig rund 6 Millionen Klimaflüchtlinge in Bangladesh.

Das flache Topografie, die hohe Bevölkerungsdichte, eine nur ungenügende entwickelte Infrastruktur und eine weitverbreitete Armut machen Bangladesh besonders verwundbar für die Einflüsse des Klimawandels, welche unvorhersehbar und mit grosser Zerstörungskraft über das Land hereinbrechen. Die Distrikte im ausgedörrten Tiefland entlang der nördlichen Landesgrenze leiden immer wieder unter Starkregenereignissen, welche Flutwellen auslösen und grosse Landstriche mit ihren überlebenswichtigen Kulturflächen unter Wasser setzen. Die Südküste liegt im Bereich der Zugbahnen tropischer Wirbelstürme, welche aus dem Golf von Bengalen heranziehen.

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF mit Sitz in Genf (Schweiz) beleuchtet mit seinem Bericht «A Gathering Storm: Climate change clouds the future of children in Bangladesh» die Situation der Kinder in Bangladesh. 19 Millionen Kinder leben nach den Angaben von UNICEF in Regionen, welche durch die Naturereignisse besonders stark betroffen sind. Rund 12 Millionen Kinder leben im Tiefland der Flusssysteme, 4,5 Millionen entlang der gefährdeten Küstenregionen und 3 Millionen Kinder wohnen in Zonen, welche regelmässig von Dürren heimgesucht werden. Der UNICEF-Bericht zeigt auf, dass vor allem die mit ihren Familien in die Randgebiete der grossen Städte geflüchteten Kinder durch Kinderarbeit oder sexuellen Missbrauch und Ausbeutung ihre Würde und ihre Zukunft verlieren.

Quelle: UNICEF , Climate change threatens lives and futures of over 19 million children in Bangladesh 8. April 2019
Text: RAOnline
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RAOnline Download
Quelle: UNICEF
A Gathering Storm
Climate change clouds the future of Children in Bangladesh
Report , 36 pages, english
3.1 MB PDF Download

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