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Klimawandel durch Treibhausgase
2013: Treibhausgas-Niveau auf Rekordstand

Kohlenstoffdioxid-Konzentration stieg stark an

Der Anteil der Treibhausgase in der Atmosphäre hat 2013 vor allem wegen des starken Antiegs derder Kohlendioxidgase mit 479 ppm (part per million) einen neun Rekordstand erreicht. Die Weltmeteorologieorganisation WMO hat in ihrem Treibhaus-Bulletin von September 2014 aufgezeigt, dass zwischen 1990 und 2013 die Erwärmung unseres Klimas wegen den langlebigen Treibhausgasen wie Kohlendioxid CO2, Methan CH4 und den Distickstoffmonoxid N2O um 34% gestiegen ist.

Als Emission bezeichnet man jenen Teil der (Treibhaus-)Gase, welche nach Abbau-, Umwandlungs- und Produktionsprozessen in die Atmosphäre gelangen. Die Konzentration bezeichnet jenen Teil der Gase, welche in der Atmosphäre nach komplexen Interaktionsprozessen zwischen der Atmosphäre, der Biosphäre und den Ozeanen in der Atmosphäre verblieben ist.

Zwischen 2012 und 2013 ist die Kohlendioxid-Konzentration stärker gestiegen als in jedem anderen Jahr seit 1984. 2013 stand CO2-Konzentration stand 42% über dem Wert von 1750 in der vorindustriellen Epoche, jener von Methan 153% und jener von Distickstoffmonoxid 21%. Kohlendioxid bleibt für viele Jahrhunderte in der Atmosphäre und noch länger verbleibt es in den Ozeanen.

2013 betrug die Distickstoffmonoxid-Konzentration 325,9 ppb. Die Auswirkungen von Distickstoffmonoxid auf das Klima ist rund 300 Mal stärker als die Wirkung der gleichen Menge Kohlendioxid. 2013 betrug die Konzentration von Kohlendioxid 396,0 ppm und jene von Methan 1'824 ppb. Seit 2007 erhöht sich die Methankonzentration nach einer Periode mit sinkenden Werten wieder.

In den Ozeanen trägt das Kohlendioxid zur Versauerung des Meerwassers bei. Das Meerwasser nimmt rund ein Viertel des vom Menschen produzierten Kohlendioxid auf. Der Säuregehalt von Meerwasser steigt daher in einem seit 300 Millionen Jahren noch nie beobachteten Tempo. Sowohl die Ozeanversauerung wie auch die steigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre haben kumulative Auswirkungen. Die Meere nehmen täglich ungefähr 4kg CO2 pro Person auf.

Die Ozeanversauerung hat weitreichende Folgen. Ein höherer Säuregehalt des Meerwassers führt u.a. dazu, dass die Schale- oder Skelettbildung von Meeresorganismen wie Korallen, Algen, Mollusken oder einige Planktonarten reduziert oder behindert wird. Muschelschalen, Fischgräte usw. bestehen aus Kalk. Für die Bildung von Kalk muss im Meerwasser das Karbonation vorhanden sein. Je höher der Säuregehalt desto geringer ist die Konzentration der Karbonationen im Meerwasser. Kalkbildende Meeresorganismen sind Teil der Nahrungskette, welche von Fischen, Walen, Robben usw. genutzt werden. Eine Reduktion der Fisch-, Wal- und Robbenbestände hat direkte Auswirkungen auf die Ernährungsgewohnheiten sehr vieler Menschen.

"Die Gesetze der Physik sind nicht verhandelbar," sagt WMO-Generalsekretär Michel Jarraud.

Quelle: WMO, September 2014 (Text: RAOnline)

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Treibhausgase

Kohlendioxid (CO2)

Das CO2 ist jenes Treibhausgas, welches am häufigsten durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre abgegeben wird. Es ist etwa zu 85% am Treibhauseffekt auf dieser Erde beteiligt.

In der vorindustriellen Zeit vor 1750 betrug die CO2-Konzentration noch 280 ppm. Seit 1750 erfolgte eine Steigerung um 40%.

In der Zeit vor 1750 war der CO2-Austausch zwischen der Atmosphäre, der Biosphäre und den Weltmeeren in einem Gleichgewicht.

Vom Total der im Zeitraum von 2006 bis 2015 durch menschliche Aktivitäten erzeugten Kohlendioxidemissionen wurden rund 44% in der Atmosphäre, 26% in den Weltmeeren und 30% im Festland gespeichert.

Methan (CH4)

Methan ist das zweitwichtigste langlebige Treibhausgas. Ungefähr 40% des Methans, welche in die Atmosphäre entweicht, stammt aus natürlichen Quellen wie Feuchtlandgebieten oder Termiten. Ungefähr 60% des Methanausstosses rührt von menschlichen Aktivitäten wie der Weidewirtschaft mit Vieh, der Viehzucht, dem Reisanbau, dem Verbrennen von Biomasse, der Ausbeutung von fossilen Energieträgern usw.

Distickstoffmonoxid (N2O)

60 % des N2O-Ausstosses stammt aus natürlichen Quellen und 40% aus menschlichen Aktivitäten wie dem Gebrauch von Dünger für die Landwirtschaft, dem Verbrennen von Biomasse, der Bodenbearbeitung usw.

Das Distickstoffmonoxid spielt auch eine wichtige Rolle bei Zerstören der Ozonschicht in der Stratosphäre. Die Ozonschicht schützt den Menschen vor den schädliche UV-Strahlen.

Quelle: WMO, Text: RAOnline

Als Emission bezeichnet man jenen Teil der (Treibhaus-)Gase, welcher nach Abbau-, Umwandlungs- und Produktionsprozessen in die Atmosphäre gelangt ist.

Die Konzentration bezeichnet jenen Teil der Gase, welcher nach komplexen Interaktionsprozessen zwischen der Atmosphäre, der Biosphäre und den Ozeanen in der Atmosphäre verblieben ist.

Wichtige Begriffe
Atmosphäre
Infrarotstrahlen
Isotop
Kohlendioxid
El Niño- und La Niña- Phänomen
Ozon
Permafrost
Strahlungsbilanz
Treibhauseffekt
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