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Natur-und Man-made-Katastrophen
Sigma - Schadensbilanz 2013

2013 entstanden weltweit 130 Mrd. USD wirtschaftliche Gesamtschäden aufgrund von Katastrophen
Versicherte Schäden aus Natur- und Man-made-Katastrophen betrugen global 44 Mrd. USD; einen Grossteil davon wurde durch Überschwemmungen verursacht
Rund 25 000 Menschen kamen 2013 infolge Natur- und Man-made-Katastrophen ums Leben

Gemäss vorläufigen sigma-Schätzungen belaufen sich die gesamten versicherten Schäden aus Natur- und Man-made-Katastrophen 2013 auf rund 44 Mrd. USD (2012: 81 Mrd. USD). Die Versicherungsschäden aus Naturkatastrophen betragen dabei mindestens 38 Mrd. USD (2012: 75 Mrd. USD). Ähnlich wie im Vorjahr verursachten Man-made-Katastrophen versicherte Schäden von 6 Mrd. USD.

Der wirtschaftliche Gesamtschaden (sowohl versicherte als auch nicht versicherte Schäden) aus den diesjährigen Katastrophenereignissen belief sich auf 130 Mrd. USD (2012: 196 Mrd. USD), während die Zahl der Todesopfer auf rund 25 000 anstieg (2012: 14 000).

Hohe Todesopferzahl infolge Taifun Haiyan auf den Philippinen

Im November 2013 brachte der Taifun Haiyan auf den Philippinen die mitunter stärksten je gemessenen Windstärken sowie schwere Regenfälle und Sturmfluten. Haiyan forderte mehr als 7 000 Todesopfer, die höchste Opferzahl eines einzelnen Ereignissesim Jahr 2013. Trotz den verursachten Verwüstungen dürften die Versicherungsschäden aufgrund der tiefen Versicherungs-durchdringung des Landes jedoch gering ausfallen.

Grosse Überschwemmungsschäden auf allen Kontinenten

Die Überschwemmungen, die im Juni 2013 weite Gebiete Zentral- und Osteuropas heimsuchten, verursachten einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von 18 Mrd. USD und einen geschätzten Schaden von 4 Mrd. USD für die Versicherungsindustrie. Die Versicherungs-schäden fielen höher aus als bei den Überschwemmungen 2002 in der gleichen Region. Damals kosteten sie die Versicherungsbranche etwas über 2 Mrd. USD (3 Mrd. USD zu heutigen Preisen). Die Extremhochwasser vom Juni waren die zweitteuerste Süsswasser-Überschwemmung in den Aufzeichnungen von sigma. Die Versicherungsschadensumme liegt jedoch deutlich tiefer als bei der Flutkatastrophe 2011 in Thailand, welche die Versicherungsindustrie über 16 Mrd. USD kostete.

Ebenfalls im Juni 2013 verursachten Überschwemmungen in der kanadischen Provinz AlbertaVersicherungsschäden von 2 Mrd. USD - die höchste in diesem Land je verzeichnete Schadensumme aufgrund einer Katastrophe. Auch in Australien, Indien, China, Indonesien, im südlichen Afrika und in Argentinien kam es im Jahre 2013 zu schweren Regenfällen und Überflutungen.

Schwere Wetterereignisse in Europa fallen besonders auf

Neben Überschwemmungen wurde Europa auch von weiteren schweren Wetterereignissen, darunter Hagel und Stürme, heimgesucht. Der Hagelsturm Andreas fegte im Juli über Deutschland und Frankreich hinweg und hinterliess versicherte Schäden von 3 Mrd. USD. Später verursachte das Sturmtief Christian in Zentral- und Nordeuropa Versicherungsschäden von schätzungsweise mehr als 1 Mrd. USD. Anfang Dezember führte der Orkan Xaver zu weiteren versicherten Schäden von rund 1 Mrd. USD.

Kurt Karl, Chefökonom von Swiss Re: «In vielen Regionen der Welt ist die Versicherungsdurchdringung nach wie vor tief. Zusammen mit Präventionsmassnahmen können Versicherungen die zerstörerischen Auswirkungen und die finanzielle Belastung, die grosse Katastrophen auf das Leben der Menschen haben können, mildern. Die Assekuranz kann auch helfen, den Wiederaufbau zu beschleunigen; dies wird in Regionen mit einer höheren Versicherungsdurchdringung deutlich.»

Ungünstige Wetterbedingungen im Frühling und Herbst brachten in den USA schwere Gewitter und tödliche Tornados, die grosse Sachschäden verursachten. Der Versicherungswirtschaft entstanden daraus entsprechend hohe Schadensummen. Demgegenüber verlief die Hurrikan-Saison 2013 glimpflich.

Definitionen und Auswahlkriterien für die sigma-Katastrophenstatistik:

Naturkatastrophen Durch Naturgewalten ausgelöste Schadenereignisse
Man-made-Katastrophen Durch menschliche Aktivitäten ausgelöste Schadenereignisse
Versicherte Katastrophenschäden Durch Sachversicherungen gedeckte Katastrophenschäden
Gesamtschäden Enthalten auch den unversicherten Teil der katastrophenbedingten Sachschäden
Mindestauswahlkriterien
Gesamtschäden 89,2 Mio. USD
Oder: Versicherte Sachschäden Schifffahrt: 17,9 Mio. USD Luftfahrt: 35,9 Mio. USD Sonstige: 44,6 Mio. USD
Oder: Personenschäden Tote oder Vermisste: 20 Verletzte: 50 Obdachlose: 2 000

Swiss Re

Die Swiss Re Gruppe ist ein führender Wholesale-Anbieter von Rückversicherung, Versicherung und anderen versicherungsbasierten Formen des Risikotransfers. Die von Swiss Re direkt oder über Broker betreuten internationalen Kunden sind Versicherungsgesellschaften, mittlere bis grosse Unternehmen und Kunden des öffentlichen Sektors. Swiss Re nutzt ihre Kapitalstärke, ihre Fachkompetenz und ihre Innovationsfähigkeit zur Entwicklung von Lösungen, die von Standardprodukten bis hin zu ausgeklügelten kundenspezifischen Versicherungsdeckungen für sämtliche Geschäftssparten reichen und das Eingehen von Risiken ermöglichen, was für Unternehmen und den allgemeinen Fortschritt von wesentlicher Bedeutung ist. Swiss Re wurde 1863 in Zürich gegründet und ist über ein Netz von Gruppengesellschaften und Vertretungen an mehr als 60 Standorten präsent.

Quelle: Text Swiss Re, März 2013
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