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Der neue Atlas der Gesundheit und des Klimas der WMO (Weltmeteorologieorganisation = World Meteorological Organization ) und der WHO (Weltgesundheitsorganisation = World Health Organization) zeigt auf, dass durch den weltweiten Klimawandel die Gefahren für die Gesundheit der Menschen wachsen. Der Atlas informiert über die aktuellen und künftigen Herausforderungen.

Jedes Jahr beeinträchtigen Dürren, Hochwasser und Wirbelstürme die Gesundheit von Millionen von Menschen. Die Veränderung des Klimas und ausserordentliche Wetterbedingungen wie Überschwemmungen können Epidemien von Seuchen wie die Durchfallerkrankung Diarrhoea, die Malaria, das Denguefieber und dieGelbsucht hervorrufen.

Der Atlas gibt praktische Beispiele wie der richtige Gebrauch von Wasser und das Nutzen von Klimainformationen die Gesundheit der Menschen schützen kann. Die Gesundheit der Öffentlichkeit lebt von der Prävention und der richtigen Gesundheitsvorsorge.

Die wissenschaftlichen Informationen über die Klimaveränderungen und den Klimawandel sind ein gewichtiges Werkzeug, um die künftigen Hausforderung meistern zu können.

Die engere Zusammenarbeit zwischen den UN-Organisationen WHO und WMO hat das Ziel, die Informationen zu koordinieren und diese auf die internationale, nationale und lokale Ebene weiterzuleiten.

Der Atlas wurde in englischer Sprache publiziert. Er unterteilt sich in drei Abschnitte:

1.

Infektionskrankheiten wie Malaria, Diarrhoea, Meningitis und Denguefieber

2.

Katastrophen wie Überschwemmungen und Wirbelstürme, Dürren und die Weiterverbreitung von gefährlichen Stoffen über die Luft

3.

Herausforderungen für die Umwelt wie Hitzestress, UV-Strahlung, Feinstaub, Luftverschmutzung

Im Atlas knüpfen zahlreiche Karten, Tabellen und Grafiken einen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Klima.

In einigen Orten auf dieser Erde variieren die Ausbrüche von Seuchen wie Malaria, Dengue, Meningitis und Cholera manchmal von Jahreszeit zu Jahreszeit oder von Jahr zu Jahr um den Faktor 100. Die Stärke der Verbreitung der Infektionskrankheiten ist dabei vor allem von den Wasser- und Klimabedingungen abhängig. Bessere Klimainformationen in den am stärksten von den Infektionskrankheiten betroffenen Ländern kann den Ausbruch, die Intensität und die Länge der Epidemie positiv beeinflussen.

Fallstudien zeigen, dass die aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den Meteorologen, den Rettungskräften und und den Gesundheitsbehörden in Bangladesh die Auswirkungen und die Todesrate nach dem Durchgang von tropischen Wirbelstürmen im Laufe der Jahre merklich vermindert werden konnte. 1970 wurden rund 500'000 Opfer durch die Folgen der Wirbelstürme gezählt, 1991 noch 140'000 und 2007 noch 5'000. Einen wirkungsvollen Beitrag zur Reduktion der Todesfälle lieferten die Frühwarnsysteme und und die verbesserte Katastrophenvorsorge.

Extreme Hitzewellen werden gegenwärtig im Durchschnitt noch alle 20 Jahre erwartet. In der Mitte dieses Jahrhundert gehen Klimaforscher davon aus, dass ausserordentliche Hitzewellen alle 2 bis 5 Jahre einmal auf diesem Planeten auftreten werden. Ältere Menschen, welche in Städten leben, leiden besonders stark unter der extremen Hitze. In den nächsten 40 Jahren wird sich die Anzahl dieser gefährdeten Bevölkerungsgruppe weltweit vervierfachen. 2010 lebten weltweit rund 380 Millionen ältere Menschen in Städten. 2050 werden es voraussichtlich rund 1,4 Milliarden sein.

Der Atlas zeigt auf, dass die Wechselbeziehung von Gesundheit und Klima von weiteren Faktoren wie der Armut, der Umweltzerstörung und der mangelhaften Infrastruktur wie etwa für die Wasserversorgung und die Abfallbeseitigung beeinflusst wird.

Quelle: World Health Organization (WHO) und World Meteorological Organization (WMO), November 2012 Text: RAOnlin
Meeresspiegelanstieg Afrikas Küsten sind bedroht
Kiribati Leben an der Frontlinie des Klimawandels
Klimawandel am Tschadsee
Hochwasser im Sahel

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The Atlas of Health and Climate
RAOnline Download
Source: World Health Organization (WHO) und World Meteorological Organization (WMO)
The Atlas of Health and Climate
Contents
SECTION 1 |
INFECTIONS. . . . 7
MALARIA . . . . 8
DIARRHOEA. . . . 12
MENINGITIS. . . . 16
DENGUE FEVER. . . 20
SECTION 3 |
EMERGING ENVIRONMENTAL CHALLENGES . . . . 39
HEAT STRESS. . . .40
UV RADIATION. . . . 44
POLLENS. . . . 48
AIR POLLUTION. . . . 52
SECTION 2 |
EMERGENCIES . . . . 25
FLOODS AND CYCLONES. . . . 26
DROUGHT. . . .30
AIRBORNE DISPERSION OF HAZARDOUS MATERIALS . . . .34
17.8 MB PDF Download

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