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Renaturierung der Limmat - «Limmat-Auenpark Werdhölzli»
Der Kanton und die Stadt Zürich wollen die Limmat zwischen dem Stauwehr Höngg und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen renaturieren. Das Projekt «Limmat-Auenpark Werdhölzli» bringt einen besseren Hochwasserschutz, mehr natürliche Lebensräume und eine Aufwertung des Naherholungsgebiets. Der Limmat-Auenpark Werdhölzli soll im Sommer 2012 eröffnet werden. Der über 100 Jahre alte Hochwasserschutz an der Limmat genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Es kann zum Überströmen der Dämme kommen, und der Uferschutz ist teilweise beschädigt oder zerstört.Bei den Hochwasserereignissen im Mai 1999 entgingen das Klärwerk Werdhölzli und das Sika-Areal nur knapp einer Überschwemmung. Deshalb will der Kanton Zürich den Hochwasserschutz zwischen dem Stauwehr Zürich-Höngg und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen verbessern.

Das Auflageprojekt für den Limmat-Auenpark Werdhölzli haben Regierungsrat Markus Kägi und Stadträtin Ruth Genner vorgestellt. Ziel des Projekts ist, die Grünau, das Sika-Areal, das Klärwerk Werdhölzli und in Oberengstringen die Grundwasserfassungen Oberwerd sowie Wohn- und Gewerbebauten besser vor Hochwasser zu schützen.

Neuer Lebensraum für die Natur

Die Limmat wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kanalisiert. Dadurch konnte der Schutz gegen Überflutung und Erosion stark verbessert und Kulturland gewonnen werden. Die Limmat-Korrektion führte aber auch zum fast vollständigen Verlust von auentypischen Lebensräumen. Deshalb ist geplant, den 1,8 Kilometer langen Limmat-Abschnitt gleichzeitig mit den Hochwasserschutzmassnahmen für mehr Artenvielfalt und Erholungsqualität zu renaturieren. Der bestehende Damm wird teilweise landeinwärts versetzt, was mehr Raum ergibt für eine neue Uferlandschaft. Die bestehende monotone und stark verbaute Uferböschung weicht einem Flachufer. Das entsprechend breitere Flussbett mit vier aufgeschütteten Kiesbänken bildet eine natürliche Flusslandschaft, die sich durch die Dynamik des Wassers laufend verändert. Der bestehende Auenwald, schon heute ein Naturschutzgebiet und reich an seltenen Pflanzen und Amphibien, soll wieder sporadisch unter Wasser stehen und so seine natürliche Funktion als Hochwasserausgleichsfläche und Biotop zurückerlangen. Dadurch entsteht neuer, auentypischer Lebensraum für Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Fische und heimische Pflanzen.

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«Limmat-Auenpark Werdhölzli»: Naherholungsraum mitten in der Stadt

Durch das Flachufer und den besseren Zugang zur Limmat entsteht ein attraktiver Naherholungsraum für die Bevölkerung. Die beliebte Fussgänger- und Veloverbindung auf dem Fischerweg wird auf 3,5 Meter verbreitert. Im renaturierten Flussraum steht das Naturerlebnis im Vordergrund, mit gezielten Massnahmen wie dem Holzsteg durch den Auenwald.

Dieser Erlebnisweg vermittelt Informationen und ermöglicht Beobachtungen von Tieren und Pflanzen. Das Projekt ist Teil der von der Zürcher Baudirektion verfolgten Aufweitung und Wiederbelebung der Limmat zugunsten von Hochwassersicherheit, Erholungsqualität und Artenvielfalt. Es nimmt im «Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Limmatraum Stadt Zürich» und im kantonalen «Massnahmenplan Wasser Limmat» eine zentrale Stellung ein. Die Gesamtkosten des Limmat-Auenparks Werdhölzli belaufen sich auf rund 7,4 Millionen Franken.

Die Nettokosten für den Kanton Zürich betragen etwas mehr als 3 Millionen Franken. Denn die Hochwasserschutzmassnahmen werden durch den Bund subventioniert. Zudem unterstützen die Stadt Zürich, «naturemade star»-Förderbeitrag von ewz und der WWF in Kooperation mit der Zürcher Kantonalbank das Projekt mit finanziellen Beiträgen, die den Renaturierungs- und Erholungsmassnahmen zugute kommen. Dem Projekt müssen noch der Zürcher Stadtrat und der Kantonsrat zustimmen. Der erste Spatenstich ist im Sommer 2011 geplant. Die Bauzeit beträgt ein gutes Jahr, so dass der Limmat-Auenpark Werdhölzli im Herbst 2012 eröffnet werden dürfte.

Grösseres Auflageprojekt für mehr Sicherheit

Das Projekt präsentiert sich heute doppelt so gross wie anfänglich vorgesehen, was die Kostendifferenz erklärt: So war im Vorprojekt mit geschätzten Kosten von rund 4 Millionen Franken noch kein Hochwasserschutz zwischen dem Stauwehr und der Rohrbrücke geplant. Er erwies sich bei genauerer Betrachtung aber als notwendig. Mehrkosten ergeben sich zudem durch die Entsorgung von belastetem Boden, Wegverbreiterungen, mehr Aufenthaltsbereiche und weitere Projektoptimierungen.

Quelle: Text Kanton Zürich, Baudirektion, März 2010

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