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Historische Fotos zur Wald- und Lawinenforschung

Bildplattform E-Pics der ETH Zürich

Ein bedeutender Teil der Bildarchive der Forschungsanstalt WSL ist ab sofort auf der Bildplattform E-Pics der ETH Zürich frei zugänglich. Die rund 28'000 digitalisierten Glasplatten, Filmnegative und Dias geben Einblick in über ein Jahrhundert Forschung, Technik und Alltag.

• Rund 28’000 historische Fotos der WSL und des SLF wurden erschlossen und digitalisiert. Sie zeigen vorwiegend Motive aus den Themenbereichen Wald, Lawinen, Schnee und Landschaften.

• Die digitalisierten Glasplatten, Filmnegative und Dias besitzen grossen kulturhistorischen Wert und dokumentieren Forschung und Alltag seit 1902.

• Die Fotos sind auf der Bildplattform E-Pics der ETH Zürich verfügbar. Die allermeisten können frei verwendet werden (Creative-Commons-Lizenz).

Herkunft der Fotos

Die veröffentlichten Fotos stammen grösstenteils aus der Zeit vor der Gründung der heutigen WSL. Sie gehen auf zwei eigenständige Forschungsanstalten des Bundes zurück:

• Die Eidgenössische Anstalt für das forstliche Versuchswesen (EAFV), ehemals Centralanstalt für das forstliche Versuchswesen, wurde 1885 gegründet. 1958 verlegte sie ihren Standort vom Eidgenössischen Polytechnikum (heute: ETH Zürich) in Zürich nach Birmensdorf. In der Anfangsphase lag ihr Forschungsschwerpunkt vor allem auf Fragen der Waldbewirtschaftung.

• Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (EISLF) entstand aus der «Schnee- und Lawinenkommission», die 1931 als «Schweizerische Lawinenkommission» gegründet wurde.

Im Verlauf der Jahrzehnte erweiterten sich die Themen und Forschungsbereiche der beiden Anstalten zunehmend. 1989 wurden EAFV und EISLF als Teil des ETH-Bereichs zur Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zusammengeschlossen. Das ehemalige EISLF wurde innerhalb der neuen Institution in «WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF» umbenannt. Weitere Informationen zur Geschichte der WSL und des SLF.

Rettungsaktion mit viel Handarbeit

Die Sammlungen lagerten jahrzehntelang an verschiedenen Standorten in Birmensdorf und Davos, teils unter suboptimalen Bedingungen. Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Staub setzten den wertvollen Originalen zu und griffen die empfindlichen chemischen Fotoschichten an. Das hat Spuren hinterlassen.

«Es war höchste Zeit, die Bilder vor weiterer Zersetzung zu bewahren und künftig besser zu lagern», betont Reich. Das sah auch die Direktion der WSL so und sprach die dafür nötigen Mittel. In mehreren tausend Stunden Handarbeit galt es, die Bestände zu sichten und die vielen tausend Fotos zu sortieren sowie zu digitalisieren. Die Fotos wurden anschliessend nach neuesten Anforderungen licht- und staubgeschützt in spezielle Archiv-Schachteln verpackt und lagern seitdem unter kontrollierten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen. «Dies gewährleistet, dass die einzigartigen Bildbestände möglichst lange erhalten bleiben», erklärt Reich.

Nach dem Digitalisieren bearbeiteten Reich und sein Team die Bilddateien am Computer nach, allerdings absichtlich sehr zurückhaltend, und erfassten fortlaufend die vorhandenen Metadaten. Zu diesen gehören beispielsweise die ursprüngliche Bildnummer, der Name des Fotografen, Datum und Ort der Aufnahme, die Abmessungen und Art des Bildträgers sowie die originale Bildbeschreibung.

Bildplattform der ETH mit über 1,5 Millionen Fotos

Die wertvollen Bilder sollen jedoch nicht nur feinsäuberlich archiviert, sondern auch öffentlich zugänglich sein. «Bilder sind da, um angeschaut zu werden. Als bloss auf der Festplatte gespeicherte Daten nützen sie niemandem», sagt Reich. Um die Fotos im Internet zu präsentieren, bot sich die etablierte Bildplattform E-Pics der ETH-Bibliothek an. Dort sind bereits über eineinhalb Millionen Fotos veröffentlicht, darunter das Bildarchiv der ETH-Bibliothek, das Baugeschichtliche Fotoarchiv der Stadt Zürich oder Bildbestände zu Thomas Mann und Max Frisch.

Alle auf E-Pics veröffentlichten Fotos der WSL und des SLF lassen sich kostenlos herunterladen. Die meisten Bilder stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz zur freien Verfügung.

Quelle: Text Fabio Valsangiacomo, Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, 17. Februar 2026

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