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Cavaione im Val Poschiavo - das letzte Dorf, das der Eidgenossenschaft beitrat
Die Siedlung Cavaione gehört zur Gemeinde Brusio im Valposchiavo (Puschlav) und liegt hoch über dem Talboden, welcher vom Fluss Poschiavino durchflossen wird. Die faszinierende Terrassensiedlung liegt am Südostabhang des Berges Giümlin (2'040 m ü.M.) und erstreckt sich in einer Höhenlage von rund 1'200 m bis hinauf auf ca. 1'600 m ü.M., wobei sich der Siedlungskern auf 1'300 m ü.M. befindet. Von Campascio (649 m ü.M.) aus windet sich eine Strasse übr den Weiler Monte Scala (rund 900 m ü.M.) hinauf in die Region Cavaione.
Cavaione wurde 1875 als letztes Dorf in die Schweizerische Eigenossenschaft eingegliedert.
Das einzigartige Bergdorf liegt in einem Gebiet mit 16 km Trockensteinmauern mit einer sichtbaren Maueroberfläche von über 20'000 m2. Die Terassenfläche betrug (Stand: 2029) etwa 32 ha.
Artikel aus dem Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) über Cavajone (Cavaione)
1233 Cavalono.
1873 103 Einw. (14 staatenlose Familien); 1950 65 Einw.
Als Veltliner Maiensässkomplex im MA Besitz der Madonna-Kapelle von Tirano im Bann von Tirano. Im frühen 16. Jh. wurde die Grenzziehung zugunsten von Brusio verändert. Bis ins 17./18. Jh. blieb C. Sommersiedlung. Die 1777 erbaute Kapelle S. Croce gehörte bis ins 19. Jh. zur Pfarrei Tirano, danach zu Brusio.
1797-1815 war der Grenzverlauf in Cavaione und im Val dal Saent erneut unklar. Damals verkaufte die Madonna-Kapelle ihre Güter in Cavaino an eine Veltliner Familie, die das bis 1874 ohne staatliche Zugehörigkeit bleibende und somit auch steuerfreie Cavaione zu ihrem Wohn- oder Sommersitz machten.
Bis 1874 besass die traditionelle Schmugglerbasis Cavaione, mit Ausnahme eines Flurwächters und (Vieh-)Pfänders, keine dörfliche Organisation.
1968 wurde die Strasse nach Cavaione erneuert.
1997 Gründung der Stiftung pro Cavaione
Quelle: aus Historisches Lexikons der Schweiz (HLS), Cavajone
Version vom: 01.09.2003 |
| Textautor: Adolf Collenberg: "Cavajone", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.09.2003. Online: https://hls-dhs.dss.ch/de/articles/008100/2003-09-01/, konsultiert am 11.07.2025 |
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