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Japankäfer - Situation in der Schweiz 2025 und 2026
2025/26
Kampagne «Stopp Japankäfer» lanciert
2026
Einfach zu erkennender Schädling
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Der Japankäfer
Popillia japonica

Japankäfer - Situation in der Schweiz 2025 und 2026

Der Japankäfer (Popillia japonica) ernährt sich von über 400 Wirtspflanzen. Die erwachsenen Käfer fressen Blätter, Früchte und Blüten und können dadurch erheblichen Schaden verursachen. Die Larven ernähren sich hauptsächlich von Graswurzeln und gefährden so Grünflächen aller Art. Der Japankäfer stellt daher nicht nur ein Risiko für Betriebe dar, die Pflanzen produzieren oder mit Pflanzen handeln bzw. arbeiten, sondern gefährdet auch verschiedene landwirtschaftliche Kulturen sowie öffentliche Parks, private Gärten oder Sportanlagen.

● Nachdem sich der Japankäfer ab 2014 in Norditalien etabliert hatte, wurden 2017 erstmals Exemplare im Süden des Tessins gefangen, wo 2020 ein Befallsgebiet abgegrenzt wurde.

● Im Jahr 2023 wurde zudem je ein Befallsherd in den Kantonen Zürich und Wallis abgegrenzt.

● Im Jahr 2024 wurde eine kleine, isolierte Population im Kanton Schwyz entdeckt sowie eine weitere an der Grenze zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt. Ebenfalls 2024 wurde im Wallis in der Nähe des bestehenden Befallsgebiets eine weitere kleine Population gefunden.

● Im Jahr 2024 wurden zudem einzelne Exemplare in den Kantonen Aargau, Luzern, Graubünden, Scha.hausen, Tessin, Uri, Wallis, Solothurn und Zürich gefangen, und zwar ausserhalb der abgegrenzten Gebiete (Befallsherde, Befallsgebiete und Pufferzonen). Viele dieser Funde wurden entlang oder in der Nähe von Verkehrsachsen (Strassen und Bahnlinien) registriert. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um sogenannte «blinde Passagiere».

2025: Entwicklung in den Kantonen Tessin, Wallis und Graubünden

Zusätzlich zu den bereits in den Vorjahren bestätigten Populationen in den Kantonen Tessin, Wallis, Zürich, Basel und Schwyz wurden im Sommer 2025 in der Schweiz sechs neue Befallsherde (Tilgungszonen) offziell abgegrenzt.

Diese befinden sich in den Kantonen Genf, Waadt (3 Herde), Solothurn und Luzern. In diesen Gebieten wurden amtliche Massnahmen ergriffen. Bei den Befallsherden der Vorjahre blieb die Zahl der in den Fallen gefangenen Käfer in den meisten Kantonen stabil oder ging in diesem Jahr zurück. Die kleine Population aus dem Jahr 2024 im Kanton Wallis hat jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Die Gründe für diese Entwicklungen der Populationen sind bislang noch unklar.

Im Befallsgebiet im Tessin, Wallis, und Graubünden (Eindämmung) hat die Population zugenommen; erstmals kam es zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden in Form von Ertrags- und Qualitätsverlusten an Reben.

Quelle: Text Bundesamt für Landwirtschaft, 1. Dezember 2025

Publikation des Notfallplans

Der Notfallplan Nr. 7 «Japankäfer (Popillia japonica Newman): Überwachung und Bekämpfung» wurde im Mai 2026 veröffentlicht. Dieser Notfallplan beschreibt, wie die zuständigen Stellen sowie betro.ene Unternehmen und Privatpersonen in der Schweiz bei einem Verdacht oder beim Auftreten eines Befallsherdes des Japankäfers reagieren müssen. Er enthält unter anderem Informationen zu den beteiligten Stellen, deren Zuständigkeiten und der Zusammenarbeit. Zudem listet er Bekämpfungsmassnahmen und -instrumente, Kommunikationsmassnahmen sowie organisatorische Schritte auf, um die Ausbreitung des Insekts zu tilgen oder einzudämmen.

Der Notfallplan beschreibt verschiedene mögliche Szenarien zur Entdeckung des Japankäfers in der Schweiz und legt die Schritte fest, die im Fall eines «blinden Passagiers» oder einer sich etablierenden Population einzuleiten sind. Das Dokument richtet sich in erster Linie an die zuständigen kantonalen Stellen und den Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst.

Popillia japonica - Befallssituation Mai 2026

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Kampagne «Stopp Japankäfer» lanciert

Der Japankäfer ist ein Schadorganismus, der in der Landwirtschaft grosse Schäden anrichten und ganze Ernten zerstören kann. Aufgrund der bevorstehenden Feiertage und der fortschreitenden Verbreitung des Käfers hierzulande und im angrenzenden Ausland lanciert das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) heute eine Kampagne zur Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Reisenden. Damit soll die Bevölkerung zur Wachsamkeit aufgerufen und die Verbreitung des Käfers verlangsamt werden.

Der Japankäfer (Popillia japonica) stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Landwirtschaft, den Gartenbau und die Umwelt dar. Während der adulte Käfer Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzenarten befällt, schädigen die Larven Wurzeln von Rasen- und Grünflächen.

Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz grössere Befallsherde in den Kantonen Basel, Tessin, Zürich und Wallis abgegrenzt. In weiteren Kantonen lagen zudem Meldungen vor. Von Juni bis September ist die Gefahr der Verschleppung aufgrund des zunehmenden Reiseverkehrs während der Sommerzeit um ein Vielfaches grösser. So ist es möglich, dass der Käfer ungewollt in Fahrzeuge und Gepäckstücke gelangt und darin, insbesondere entlang der Nord-Süd-Achsen, mitreist.

In bestimmten Gebieten ist die Tilgung des Japankäfers zwar nicht mehr möglich, aber die von den Kantonen und den Fachpersonen der Branche getroffenen Massnahmen haben sich als wirksam erwiesen, um seine weitere Verbreitung zu verlangsamen. Diese Verlangsamung ist wichtig, um die Schäden nördlich der Alpen, wo der Japankäfer nur vereinzelt vorkommt, gering zu halten. Nun braucht es aber die Unterstützung der gesamten Bevölkerung.

Daher lanciert der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) zusammen mit den Kantonen von Aufahrt bis Mitte August 2026 eine Sensibilisierungskampagne. Diese wird vor allem entlang der Nord-Süd-Routen, an Bahnhöfen und Verladebahnhöfen, in den Tourismusregionen im Tessin sowie in den Online-Medien durchgeführt.

Das BLW ruft die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf: Reisende werden gebeten, Fahrzeuge und Gepäck vor der Rückreise sorgfältig zu kontrollieren und jegliche Insekten zu beseitigen.

Quelle: Text Bundesamt für Landwirtschaft, 11. Mai 2026

Einfach zu erkennender Schädling

Der Japankäfer hat einheimische Verwandte wie den Gartenlaubkäfer oder den Junikäfer. Dennoch ist der Japankäfer auch für Laien gut zu erkennen:

Er ist 8 bis 12 mm lang (und damit kleiner als er auf der Briefmarke erscheint).

Die Flügeldecken sind metallisch kupferfarben;
Kopf und Körper schimmern gold-grün.
Unverkennbar sind die weissen Haarbüschel: je fünf kleine auf beiden Seiten des Hinterleibs und zwei grössere am hinteren Körperende.
Was tun bei einem Verdacht?
1. Fangen Sie den Käfer ein und lassen Sie ihn nicht wieder frei.
2. Prüfen Sie, ob die weissen Haarbüschel auf beiden Seiten des Hinterleibs vorhanden sind.
3. Machen Sie, wenn möglich, ein Foto des Käfers, notieren Sie den genauen Standort und allenfalls den Namen der Pflanze, auf der er gesichtet wurde.
4. Frieren Sie den Käfer ein.
5. Kontaktieren Sie so rasch wie möglich den Pflanzenschutzdienst ihres Wohnkantons
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) 2024

Bei einem Verdacht sollte der Käfer eingefangen und fotografiert, sowie umgehend der zuständige kantonale Pflanzenschutzdienst informiert werden. Die Kontaktangaben finden sich unter www.pflanzengesundheit.ch.

Der Japankäfer gilt in der Schweiz und in der EU als so genannter Quarantäneorganismus. Er ist somit melde- und bekämpfungspflichtig. Der Schädling kann sowohl im Larvenstadium als Engerling wie auch als adultes Insekt beträchtliche Schäden an über 300 verschiedenen Wirtspflanzen verursachen. Von Norditalien breitet sich der Käfer seit 2014 auf dem europäischen Festland aus.

Im Jahr 2017 wurden im Südtessin die ersten Käfer in der Schweiz gefangen und konnte sich dort inzwischen trotz Gegenmassnahmen etablieren. Deshalb wurde im Südtessin 2020 eine Befallszone für den Japankäfer ausgeschieden

Der Japankäfer ist etwa einen Zentimeter gross und gleicht dem einheimischen Gartenlaubkäfer. Ein sichtbarer Unterschied sind die weissen Haarbüschel auf dem hintersten Körpersegment, welche nur der Japankäfer aufweist.

Quelle: Kanton Solothurn 2022

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