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Biologie Schädlinge Asiatische Tigermücke (Aedes (Stegomyia) albopictus) |
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Asiatische Tigermücke (Aedes (Stegomyia) albopictus) |
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2024
Asiatische Tigermücke im Kanton Aargau angekommen
Im Oktober 2023 wurden die ersten Populationen Asiatischer Tigermücken im Kanton Aargau, genauer gesagt in Rheinfelden, bestätigt. Die Koordinationsstelle Neobiota führt nun in Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinfelden eine Informationskampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung durch.
Letzten Oktober bestätigte das Schweizerische Tropeninstitut (Swiss THP) eine Verdachtsmeldung aus der Bevölkerung als Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Bei einer Untersuchung in der unmittelbaren Umgebung des Fundorts wurden zwei Brutstätten mit Larven Asiatischer Tigermücken entdeckt. Damit wurden die ersten Tigermücken-Populationen im Kanton Aargau nachgewiesen.
Asiatische Tigermücke: stechfreudig, tagaktiv und potenzielle Krankheitsüberträgerin
Die Asiatische Tigermücke stammt aus Südostasien und wurde durch den internationalen Verkehr nach Europa eingeschleppt. In der Schweiz hat sie sich im Kanton Tessin und im Raum Basel bereits stark ausgebreitet. Sie kommt vorwiegend im Siedlungsraum vor, ist tagaktiv und kann mehrmals hintereinander stechen. Dadurch wird sie als sehr lästig empfunden. Zudem ist sie – wie andere Mücken – eine potenzielle Überträgerin von Krankheitserregern wie zum Beispiel des Dengue-, Chikungunya- oder des Zikavirus, wobei in der Schweiz bisher keine Krankheitsübertragung durch die Asiatische Tigermücke nachgewiesen wurde.
Melden verdächtiger Mücken
Mit einer Körpergrösse von 0,5 bis 1 cm ist die Asiatische Tigermücke kleiner als die meisten einheimischen Stechmücken in der Schweiz. Man erkennt sie an der weissen Linie, die sich über ihren Rücken zieht, sowie an den schwarz-weiss gestreiften Beinen. Die in der Schweiz bereits weit verbreitete Asiatische Buschmücke ist ebenfalls gestreift, aber grösser als die Tigermücke.
Zur Überwachung der Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Kanton Aargau ist die Koordinationsstelle Neobiota auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Die Stadt Rheinfelden verteilt deshalb Mitte Mai Flyer in alle Haushalte, um die Bevölkerung zu informieren und zum Melden von Verdachtsfällen aufzurufen. Verdächtige Mücken können mit Foto an die nationale Meldeplattform www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden. Ziel ist, die Ausbreitung des festgestellten Bestands genauer zu erfassen, um so die richtigen Massnahmen zu ergreifen.
Vermeiden von Brutstätten
Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier in kleine, stehende Wasseransammlungen wie Regentonnen, Topfuntersetzer, Giesskannen, Sandkastenspielzeug und ähnlichen Gefässen ab. Indem solche Brutstätten vermieden werden (zum Beispiel durch Abdecken von Regentonnen mit einem Netz oder wöchentlichem Leeren von Topfuntersetzern), kann die Ausbreitung gebremst und längerfristig die Mückendichte niedrig gehalten werden.
Fliessgewässer und natürliche Kleingewässer wie Teiche und Biotope sowie gechlortes Wasser sind keine Brutstätten.
| Quelle: Text Kanton Aargau , Departement Finanzen und Ressourcen , 14. Mai 2024 |
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| Woran erkennt man eine Tigermücke? |
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Die Tigermücke:
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befindet sich nicht in der Natur, sondern in urbanen Gebieten |
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kann auch tagsüber aktiv sein (stechen) |
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ist mit ausgestreckten Beinen nicht grösser als ein 5-Räppler und ihr Körper misst ungefähr 5 mm (kleiner als die meisten einheimischen Mückenarten) |
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ist schwarz-weiss gestreift (Achtung: mehrere einheimische Arten weisen eine ähnliche Musterung auf) |
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hat einen weissen Streifen auf dem Rücken |
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hat schwarz-weiss gestreifte Beine |
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hebt die Hinterbeine hoch, wenn sie zusticht (wie andere exotische Mückenarten). |
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Kanton Zürich: Fotovergleich der Mückenarten |
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| Quelle: Text Kanton Wallis , Dienststelle für Landwirtschaft, 28. Juli 2020 |
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