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Sumpfkrokodile (Crocodylus palustris)
Gangesgaviale (Gavialis gangeticus)
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Gaviale (Ghariale) und Sumpfkrokodile
Sumpfkrokodile(Crocodylus palustris)

Das Sumpfkrokodil (Crocodylus palustris) ist eine bedrohte Tierart. Der Lebensraum der Sumpfkrokodile befindet sich im Süsswasser entlang von Flussläufen, Seeufern, Kanälen und Sümpfen auf dem Indischen Kontinent und den angrenzenden Gebieten. Sumpfkrokodil-Kolonien gibt es Indien, Nepal, Pakistan, Iran und Sri Lanka. In Bhutan und Bangladesch leben offenbar keine Tiere mehr.

Sumpfkrokodil ist neben den Gavialen und den Salzwasserkrokodilen eine von drei Krokodilarten, welche in Indien leben. Die Sumpfkrokodile stossen ab und zu auch in Brachwaaserbereiche vor. Sie meiden allerdings Gebiete, in welchen Salzwasserkrokodile leben. Trotz ihrer beeindruckenden Grösse stellen die Sumpfkrokodile für Menschen keine grosse Gefahr dar. Im Gegensatz zu den Salzwasserkrokodilen (Länge: bis 6 m) zeigen sie auch gegenüber ihren Artgenossen kein aggressives Verhalten.

Sumpfkrokodile werden in der Regel bis 4,5 m lang. Sumpfkrokodilmännchen sind grösser (4 - 5 m) als die Sumpfkrokodilweibchen. Die Sumpfkrokodile haben die breiteste Schnauze von allen Krokodilarten. Sie haben daher ein ähnliches Aussehen wie die Alligatoren. Im Nacken verfügen sie über eine ausgeprägte Panzerung.

Die Beine der Sumpfkrokodile sind zum Schwimmen nicht geeignet. Das Krokodil sorgt mit Schwanzbewegungen für den notwendigen Vorwärtsschub im Wasser. Beim Tauchen werden werden die Augen durch ein zusätzliches, durchsichtiges Augenlied geschützt. Bein einem Unterwasserangriff kann das Tier seine Atemlöcher einer Hautklappe schliessen, damitkein Wasser zu den Lungen vordringen kann.

Sie ernähren sich von Fischen, Vögel, anderen Reptilien und kleineren, aber auch grössere Säugetieren. Grössere Sumpfkrokodile suchen sich ab und zu mit grosser Liste Hirsche oder Wasserbüffel als Beute aus. Die Tiere lauern geduldig in einem getarnten Hinterhalt wie im trübem Wasser oder in hohen Gräsern auf ihre Beutetiere.

Die Paarung vollziehen die Krokodile in den Wintermonaten. Rund ein Monat nach der Paarung legt das Sumpfkrokodilweibchen zwischen 10 und 50 Eier in einer Grube ab. Die Temperatur im Gelege bestimmt das Geschlecht der Jungtiere. Es entstehen weibliche Jungtiere, wenn die Gelegetemparatur über 32,5°C beträgt. Rund zwei bis 2,5 Monate später schlüpfen die rund 25 cm langen Jungkrokodile aus ihren Eierschlalen. Die Jungtiere werden danach von ihren Eltern zum Wasser gebracht. Die jungen Krokodile verbleiben noch rund ein Jahr in der Nestumgebung. Im Alter von 6 Jahren werden die Sumpfkrokodile geschlechtsreif.

Weltweit gibt es 21 Krokodilarten. Fast die Hälfte davon ist vom Aussterben bedroht

Source: WWF Nepal, 18 Aug 2006

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Gangesgaviale (Gavialis gangeticus)

Der Gangsgavial (Gavialis gangeticus) oder der Echter Gaviale ist eine bedrohte Tierart. Der Gangsgavial ist der einzige überlebende Vertreter der Gattung Gavialis.

Gharial
Gharial
Ghaviale
Gaviale werden auch Ghariale genannt. Das Wort Gharial wurde von Hinduwort ghariyal abgeleitet. Ein Ghara ist ein Topf. Auf den Nüstern der paarungsbereiten Männchen entsteht jeweils eine Schwellung, welche an diesen Topf erinnert. Der "Buckel" dient als Resonanzraum für die lauten Geräusche, mit welchen Männchen auf sich aufmerksam machen. Ausserdem soll er auf paarungswillige Weibchen anziehend wirken. Der Weg, wie sich das Wort Gharial in Gavial umgewandelt hat, bleibt bis heute schleierhaft.

Gaviale zeichnen sich durch eine charakteristisch verlängerte, schmale Schnauze aus. Nur noch der falsche Gavial(Tomistoma schlegelii) verfügt über ein ähnliches Körpermerkmal. Mit zunehmendem Alter wird die Schnauze länger und schmaler. Gaviale verfügen über messerscharfe Zähne. Gaviale gehören zu den grössten Krokodilarten. Männchen werden mindestens 5 m lang. Es wurden Tiere mit einer Länge von nahezu 6 m beobachtet, gerüchteweise bis 7 m.

Der Lebensraum der Gavialbefindet sich im Süsswasser entlang von Flussläufen, Seeufern, Kanälen und Sümpfen der Flusssysteme der Flüsse Indus (Pakistan), Ganges (Indien und Nepal), Brahmaputra (Indien, Bangladesch und Bhutan), Mahanadi (Myanmar) und Irrawaddy (Myanmar). In den Ländern Bangladesch, Bhutan und Myanmar sind die Gaviale kurz vor dem Aussterben.

Der Gavial ernährt sich ähnlich wie das Sumpfkrokodil. Vor allem Fische, kleine Amphibien, Reptilien, Säugetiere und Vögel stehen auf seinem Speiseplan.

Der Fortbestand der Gaviale ist aus verschiedenen Gründen bedroht. Sie werden von den Menschen gejagt, um ihre Haut zu Lederwaren zu verabeiten. Fische sind ihre Hauptnahrungsquelle. Der Fischreichtum hat sich in den den Flüssen in ihrem Lebensraum stark vermindert. Immer häufiger treten Hochwasser auf, welche die Eier aus ihren Nestern mitreissen. Aussderdem stehen Jungtiere auf dem Speiseplan der älteren Gaviale.

De Gaviale leben gerne in den Zonen mit langsam fliessen Wasser bei schnell strömenden Flüssen. Gaviale begeben sich selten an Land. Die Muskulatur an den Beinen ist zu schwach entwickelt, um damit das Körpergewicht vom Boden anzuheben. Die Tiere bewegen sich daher auf festem Boden nur schwerfällig und schieben sich langsam vorwärts. Die Gaviale verlassen das Wasser nur, um sich auf Sandbänken zu sonnen oder, um dort ein Nest zu bauen.

Im Wasser bewegen sich die Gaviale hingegen äusserst geschickt. Der abgeflachte Schwanz und die netzartig entwickelten Füsse an den beiden Hinterbeinen ermöglichen es den Tieren, sich schnell durch das Wasser fortzubewegen.

Gavialweibchen legen 32 - 62 Eier auf ein Mal. Die Eier brüten für 2 bis 3 Monate in der sandigen Grube, bevor die Jungtiere ausschlüpfen.

Quellen: WWF Nepal, ARKive
Text: RAOnline

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