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Das LABOR SPIEZ hat im Rahmen einer Studie zur viralen Zeckenhirnhaut-Entzündung (FSME) in der Schweiz eine Verbreitungskarte der Viren basierend auf der tatsächlichen Infektionsrate von Zecken erstellt. Bisher existierte lediglich eine Risikokarte, die sich auf gemeldete Krankheitsfälle stützt. Die Studie konnte mehrere Infektionsherde identifizieren, die bis anhin als FSME-frei galten. Ebenso konnten Infektionsherde in Gebieten nachgewiesen werden, aus welchen bis anhin nur isolierte Krankheitsfälle bekannt sind.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt allen Personen in so genannten FSME-Endemiegebieten, sich gegen die Krankheit zu impfen. Die Identifizierung von Gebieten, in welchen Zecken das FSME-Virus tragen, ist deshalb entscheidend für eine angemessene Risikoeinschätzung dieser Infektionskrankheit. Die neu erstellte Karte basiert auf der tatsächlichen Infektionsrate der Zecken mit dem Virus und vervollständigt damit die bisherige Risikoeinschätzung, die sich auf Krankheitsfälle stützt. Allerdings stellt sie eine Momentaufnahme dar, die sich auf den genauen Zeitpunkt und die spezifischen Orte bezieht, die in der Studie untersucht wurden. Eine Verallgemeinerung auf eine ganze Region oder übereinen längeren Zeitraum lässt sich daraus nicht ableiten. Trotzdem liefert die Untersuchung wichtige neue Erkenntnisse: So konnten zum Beispiel zwei FSME-Herde im Kanton Wallis identifiziert werden, welcher bis anhin als FSME-frei galt. Ebenso konnten Infektionen in Gebieten nachgewiesen werden, aus welchen nur isolierte Krankheitsfälle gemeldet wurden, so z.B. in Freienbach (SZ), Gersau (SZ) oder Oensingen (SO).

Die Zeckenhirnhautentzündung (FSME) ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei etwa 70% der infizierten Personen verläuft die Ansteckung ohne Symptome und bleibt darum unbemerkt. In den anderen Fällen entwickeln sich ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gelenkschmerzen. Diese Phase dauert etwa ein bis acht Tage und in den meisten Fällen endet diese mit einer definitiven Heilung. Bei etwa 15% der infizierten Personen entwickelt sich eine zweite Krankheitsphase, in welcher die Viren das zentrale Nervensystem befallen. Die Folge dieser Hirnhaut-, Hirn- und/oder Rückenmarksentzündung sind starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Konzentrations-, Schluck-, Sprech- und Gehstörungen. Bei sehr schweren Verlaufsformen treten Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven auf. Etwa 1% der Betroffenen stirbt an der Krankheit. Es gibt keine spezifische Therapie gegen die Zecken-Hirnhautentzündung, aber man kann sich mit einer Impfung wirksam gegen diese Krankheit schützen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Mai 2010

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Infektionsherde in der Schweiz 2010 - Liste der Regionen

FSME-Regionen:

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Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Verbreitung der Zeckenhirnhaut-Entzündung in der Schweiz 2010
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