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2017: Meereisflächen im Südpolarmeer

Wenig Meereis in den Antarktischen Meeren

Nach einen Rekordsommerminimum im März 2017 näherte sich die Meereisfläche um die Antarktis am 17. September 2017 mit einem Wert von etwas unter 18 Mio. km2 dem Wintermaximum. Dieser Wert liegt rund 500'000 km2 unter dem Mittelwert für den Zeitraum 1981 bis 2010. Im antarktischen Winter 2017 lagen im nördlichen Ross Meer und dem nördlichen Weddell Meer sowie im Bereich des Indischen Ozeans weniger Eis als üblich. Im Amundsen Meer lag die Meereisausdehnung leicht über dem Durchschnitt.

Zwischen dem 9. und dem 17. September 2016 verminderten sich die Meereisflächen in den Antarktischen Meeren um beinahe 100'000 km2 pro Tag. Am 17. September 2016 schmolz eine rekordverdächtige tägliche Eismenge. In den nächsten 12 Monaten blieben die Meereisflächen um den antarktischen Kontinent ausserordentlich klein. Vom 5. November 2016 bis zum 10. April 2017 wurden jeden Tag rekordtiefe Eisflächen gemessen. In keiner 12 Monate lang dauernden Periode zuvor wurden so geringe Ausdehnungswerte wie vom September 2016 bis zum August 2017 aufgezeichnet.

Am 2. September 2017 bildete sich im Packeis nördlich von Dronning Maud Land in der nordöstlichsten Ecke des Weddell Meeres eine Öffnung, Polynja genannt. Diese eisfreie Zone weitete sich bis Mitte September 2017 auf eine Fläche von ungefähr 12'000 km2. Diese Öffnung machte sich in der Vergangenheit immer wieder in dieser Region bemerkbar. 1974, 1975 und 1976 haben Satelliten diese Öffnung bereits fotografiert. Satellitendaten standen erst ab dem Beginn der 1970er-Jahre zur Verfügung. 1976 erstreckte sich die Polynja über eine Fläche von 250'000 km2 (entspricht etwa der sechsfachen Fläche der Schweiz). In den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jahrhundert blieb die Lücke geschlossen.

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GEOMAR Rückkehr der Weddell-Polynja 2017

Polynien entstehen, wenn Meeresströmungen warmes Tiefenwasser gegen die Meeresoberflächestossen und dabei die aufliegende Eisschichten schmelzen. Eine unter dem Meeresspiegel liegendes Plateau, Maud Erhebung genannt, und lang anhaltende besondere Wetterlagen über der Meeresfläche begünstigen das Aufstossen des warmen Wassers.

Quelle: National Snow and Ice Data Center (NSIDC), 19. September 2017
Text: RAOnline

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