Der Grimselpass wird für Motorradfahrer sicherer Das Tiefbauamt des Kantons Bern hat den Grimselpass zur Eröffnung mit zahlreichen Massnahmen zusätzlich gesichert. Neben Anbringen von Leitpfeilen und Verbesserung der Sicht kommt auch ein Unterfahrschutz zum Einsatz. Mit dieser Massnahme soll verhindert werden, dass Motorradfahrer bei einem Unfall unter der Leitplanke durchrutschen. Aufgrund einer im Grossen Rat überwiesenen Motion hat das Tiefbauamt des Kantons Bern ausgewählte Passstrassen im Bezug auf ihre Sicherheit für Motorradfahrer überprüfen lassen. In einer verkehrstechnischen Studie wurden die Unfälle untersucht und Vorschläge gemacht, wie die Sicherheit verbessert werden könnte. Die etwa gleichzeitig publizierte EuroRAP-Studie zeigte auf, dass die Pässe Grimsel und Susten zu den unfallträchtigsten Hauptstrassen der Schweiz gehören. Folgende Massnahmen, werden nach einer gemeinsamen Analyse von Tiefbauamt, Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und Touring Club Schweiz (TCS) auf Beginn der Sommersaison an der Grimselpassstrasse umgesetzt: - Leitpfeile für das bessere Anzeigen des Kurvenverlaufs: Diese eher kostengünstige Massnahme hat zum Ziel, den Kurvenverlauf besser anzuzeigen. Denn in vielen Kurven wird bemängelt, dass ihr Verlauf nicht früh genug erkennbar ist, was zu einem Unterschätzen der Kurve führen kann. Mit den Leitpfeilen speziell an exponierten Stellen soll dies nun besser werden. - Entfernen von Sichtbarrieren: Zur Verbesserung der Sicht wurden an unÜbersichtlichen Stellen Wehrsteine entfernt oder ein zusätzlicher Grünschnitt vorgenommen. Letzteres war in einigen wenigen Kurven der Fall. Im Bereich der Abzweigung zum Grimsel Hospiz schränkten Wehrsteine und Büsche die Sicht talwärts ein, weshalb ein Teil davon entfernt wurde. - Unterfahrschutz für einen besseren Schutz der Motorradfahrer: In einer Kurve am Räterichsbodensee montiert das Tiefbauamt einen sogenannten Unterfahrschutz, um zu verhindern, dass Motorradfahrer bei einem Unfall unter der Leitplanke hindurchrutschen und sich an den Pfosten verletzen können. Zudem hat der Unterfahrschutz mit seiner gelben Farbe eine Signalwirkung, die zum rechtzeitigen Abbremsen mahnt. Gleichzeitig wird getestet, wie sich dieses Element im Unterhaltsdienst auf rund 1800 m.ü.M. bewährt. Der Einbau erfolgt voraussichtlich am 2. Juni. Der Einbau des Unterfahrschutzes wird vom TCS finanziert. Am Sustenpass ist die Situation um einiges schlechter, denn es passieren doppelt so viele schwere Unfälle bei tieferer Verkehrsbelastung. Auch für diese Strecke sind ähnliche Massnahmen vorgesehen. Trotz dieser Verbesserungen ist eine den Verhältnissen angepasste Fahrweise der beste Garant für eine sichere Fahrt über die Alpenpässe. Quelle: Kanton Bern, Mai 2010
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