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Schweizer
Jugend - Jugendgewalt
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Jugendgewalt
und Jugendkriminalität Schweiz
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Erste
schweizweite Umfrage zu jugendlichen Intensivtätern
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Zum
ersten Mal liegt zum Phänomen "jugendliche Intensivtäter" ein
gesamtschweizerischer Überblick vor. Er ist das Resultat einer Befragung
der kantonalen und städtischen Polizeikorps durch das Bundesamt für
Polizei (fedpol). Der entsprechende Bericht zeigt, dass sich die Gewaltstraftaten
vor allem qualitativ verändert haben. Die befragten Fachleute wünschen
sich eine noch grössere Vernetzung mit nicht-polizeilichen Institutionen
und einheitliche Erfassungskriterien.
Die
Umfrage ist Teil eines Massnahmenpakets zum Thema «Jugendgewalt»,
das 2007 der damalige Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes
(EJPD), Bundesrat Christoph Blocher, seinen Bundesämtern in Auftrag
gegeben hatte. Sie schafft zum ersten Mal einen gesamtschweizerischen Überblick
über die Lage im Bereich der jugendlichen Intensivtäter.
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Definition
«jugendliche Intensivtäter»
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| Internationale
Forschungsresultate zeigen, dass gut fünf Prozent eines Geburtenjahrgangs
rund 50 Prozent der Delikte dieses Jahrgangs begehen. Diese fünf Prozent
werden als «jugendliche Intensivtäter» bezeichnet.
In
den Kantonen gibt es bis zum heutigen Zeitpunkt noch keine einheitliche
Definition eines jugendlichen Intensivtäters. Meist wird eine unterschiedliche
Anzahl von Delikten einer bestimmten Schwere innerhalb eines definierten
Zeitraumes als Kriterium verwendet. |
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Die
Befragung der Fachleute der Polizeikorps zeigt, dass der Täter, der
als jugendlicher Intensivtäter betrachtet wird, folgendes Profil hat:
Er ist männlich, stammt in der Regel aus bildungsfernen Schichten
mit Migrationshintergrund und lebt bezüglich Familie, Schule, Arbeit
und Drogenkonsum in problematischen Verhältnissen. Auf der Basis der
Aussagen der Kantone ist schweizweit von ungefähr 500 jugendlichen
Intensiv- und Mehrfachtätern auszugehen. Sie sind meist in Banden
organisiert, nicht auf einzelne Delikte spezialisiert und verüben
vor allem Sachbeschädigungen sowie Gewalt- und Vermögensdelikte.
Die
Umfrage zeigte ferner, dass sich die Gewaltstraftaten in den vergangenen
Jahren vor allem qualitativ verändert haben. Das heisst konkret: Die
Brutalisierung sowie die Intensität der einzelnen Taten haben zugenommen.
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Urteile
und Anzeigen gegen jugendliche Straftäter
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Wunsch
nach einheitlichen Erfassungskriterien
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Der
knapp 30-seitige Bericht zeigt, dass die Polizeikorps vorbereitet sind:
Bereits
heute arbeitet ungefähr ein Drittel der Korps in Bezug auf jugendliche
Intensivtäter mit speziellen Programmen und Vorgehensweisen. Weiter
hat die Befragung aufgezeigt, dass ein enger, regelmässiger und persönlicher
Kontakt mit anderen Institutionen (Schul-, Sozial- und Vormundschaftsbehörden)
zentral ist für eine erfolgreiche Repressions- und Präventionsarbeit
mit jugendlichen Intensivtätern. Auf regionaler Ebene sprechen sich
die Polizeikorps für eine künftig noch bessere Vernetzung dieser
Institutionen aus. Überkantonal werden eine anerkannte Definition
für die jugendlichen Intensivtäter sowie mehr Forschung gefordert.
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der 27 Polizeikorps haben mit zirka 500 jugendlichen Intensivtätern
zu tun. Nur ein kleiner Teil der jugendlichen Intensivtäter kann relativ
klar definiert werden, der Rest setzt sich zusammen aus "Unverbesserlichen",
Mehrfachtätern oder auch Jugendlichen, die mit besonderer krimineller
Energie vorgehen. Die zirka 500 Intensiv- oder Mehrfachtäter nmachen
nicht ganz fünf Prozent aller angezeigten Jugendlichen aus. |
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| Quelle:
Bundesamt für Polizei (fedpol),
Juli 2009 |
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Studie:
Gewalt unter jungen Menschen
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Weiterführende
Informationen
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