Der
Sozialdienst der Armee (SDA) schlägt Alarm: 2003 hat die Zahl der
Rekruten mit finanziellen Problemen explosionsartig zugenommen. Dies geht
aus dem Jahresbericht hervor. Vor allem die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt
spiele dabei eine zentrale Rolle, schreibt SDA-Chef Peter Hänggi in
seinem Jahresbericht.
Das
Ziel des Sozialdienstes der Armee (SDA), bei finanziellen Probleme subsidiär
zu wirken, werde zunehmend in Frage gestellt, da Gesetzgebung und Adminstration
in vielen Fällen auch nicht mehr helfen könnten. Nur
rund ein Sechstel der Rekruten hat laut dem Jahresbericht keine finanziellen
Probleme. Vier Sechstel haben finanzielle Probleme, können diese aber
selber oder nach einer SDA-Beratung lösen. Ein weiterer Sechstel hat
grosse Probleme und ist auf den SDA angewiesen - Tendenz steigend.
2003
half der SDA in 5850 Fällen mit einer Beratung. In 1800 dieser Fälle
leistete der SDA finanzielle Hilfe im Gesamtwert von 3,7 Millionen Franken.
Die Zahlen für 2004 werden in rund einem Monat publiziert und bewegen
sich laut SDA-Angaben etwa im selben Rahmen.
Sozialdienst
Der
Sozialdienst der Armee bietet insbesondere bei persönlichen und finanziellen
Problemen Unterstützung an. Wer wegen seines Militärdienstes
in persönliche, berufliche, familiäre oder materielle Schwierigkeiten
gerät, kann sich direkt an seinen Kommandanten, an den Truppenarzt,
den Feldprediger oder an eine von ihm bestimmte Vertrauensperson wenden.
Der Sozialdienst der Armee kann durch Vermittlung des Kommandanten, der
Verbindungsperson für soziale Fragen (in allen Rekrutenschulen vorhanden)
oder direkt beansprucht werden. Selbstverständlich wird alles vertraulich
behandelt. |