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Darüber
hinaus können die Simulationsergebnisse verschiedener Institute nahtlos
in das System integriert werden. Die Arbeitsgruppe des Alfred-Wegener-Instituts
stellt bis November 2008 bereits etwa 1500 hoch aufgelöste Tsunami-Szenarien
im Warnsystem bereit, mit denen das neu entwickelte Simulationssystem die
real gemessenen Daten in Sekundenschnelle vergleicht und seine Vorhersagen
daraus ableitet. Gleichzeitig arbeiten indonesische Partner an einer Vervollständigung
der Datenbasis. So wird am Alfred-Wegener-Institut derzeit zusammen mit
Mitarbeitern des indonesischen "Institute of Technology Bandung" eine Anbindung
der dort berechneten etwa 160 000 lokalen Tsunami-Szenarien an das in Bremerhaven
entwickelte System eingefügt, die ab sofort eine wesentliche Erweiterung
der Datenbasis erlaubt.
"Bei
den Schnittstellen zu anderen Programmen halten wir uns an die offenen
Standards, die den Austausch von Daten in der Computerwelt regeln. Somit
können Fremdszenarien nahtlos integriert werden und wir können
das Simulationsmodell schnell an andere Meeresgebiete auf der Welt, zum
Beispiel an das Mittelmeer, anpassen", so Behrens zu den Perspektiven für
weitere Frühwarnsysteme.
Die
Arbeitsgruppe Tsunami-Modellierung besteht aus sieben Wissenschaftlern
und Doktoranden, darunter ein Doktorand aus Indonesien. Sie wurde Anfang
2006 etabliert und hat neben dem jetzt vorgelegten Simulationssystem auch
die Simulationssoftware TsunAWI entwickelt, die eine der Grundlagen für
die Berechnung von Tsunami-Szenarien ist. Den Praxistest hat diese Software
schon bestanden: Am 13. September 2007, als ein Erdbeben der Stärke
7,9 vor Bengkulu/West-Sumatra einen Tsunami auslöste, konnten die
resultierenden Wellenhöhen präzise simuliert werden.
Das
Ziel von GITEWS ist es, die Auswirkungen von Naturkatastrophen mit einem
Frühwarnsystem zu minimieren. Trotzdem kann ein Naturereignis wie
der Tsunami von 2004 nicht verhindert werden und solche Katastrophen werden
auch bei einem perfekt arbeitenden Alarmsystem weiterhin ihre Opfer fordern.
GITEWS wird von einer Reihe von Wissenschaftlern und Ingenieuren des Helmholtz-Zentrums
Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ, Projektleitung), des Alfred-Wegener-Instituts
für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI),
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Forschungszentrums
Geesthacht (GKSS), des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM), des
Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), der Universität
der Vereinten Nationen (UNU), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
(GIZ) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
sowie indonesischen und internationalen Partnern entwickelt. Die Projektfinanzierung
erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle:
Alfred-Wegener-Institut AWI, Juli 2008 |
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Dokumentation
und Links
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Das
deutsche Konzept zur Einrichtung eines Tsunami-Frühwarnzentrums für
die Region des Indischen Ozeans baut auf verschiedenen Arten von Messintrumenten
(Sensoren) auf. In etwa 90% alle Fälle wird der Tsunami durch ein
Erdbeben, ansonsten durch Vulkanausbrüche und Erdrutsche, ausgelöst.
Ziel ist es, durch die Auswertung verschiedener Messgrössen möglichst
frühzeitig Hinweise auf einen Tsunami und deren Ausmass zu erhalten.
Eine Tsuami-Welle bereitet sich im offenem Meer mit bis zu 700 km/h aus. |
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Quelle:
GITEWS und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Deutschland,
2007 |
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GeoForschungsZentrum
Potsdam |
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GITEWS |
GITEWS
Das
deutsche Konzept zur Einrichtung eines Tsunami-Frühwarnzentrums |
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Erdbeben
Tsunami |
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