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Tsunami: GITEWS Deutsches Warnsystem
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GITEWS: Warnkette
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GITEWS Dokumentation und Links
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AWI Modellierung möglicher Tsunami-Szenarien
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Tsunami
Tsunami: Deutsches Warnsystem in Indonesien
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Warnkette reicht vom Ozeanboden bis zu den Menschen
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Die Aufbauarbeiten für das Tsunami-Frühwarnsystem verlaufen weiterhin erfolgreich. Forscher aus Deutschland machen beim Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems für Südostasien weitere Fortschritte.

Die deutsche Frühwarntechnik deckt die komplette Warnkette ab - von der Sensorentechnologie am Meeresboden und an Land bis hin zur Weiterleitung der Tsunami-Warnung zu den gefährdeten Menschen vor Ort.

Das Konsortium deutscher Forschungseinrichtungen hat nach den Worten Rachels unter Federführung des Geoforschungszentrums Potsdam in den vergangenen eineinhalb Jahren intensiv daran gearbeitet, das Konzept für ein Tsunami-Frühwarnsystem in Indonesien umzusetzen.

Dazu haben die Experten aus Deutschland gemeinsam mit ihren indonesischen Kollegen die ersten Erdbebenstationen aufgebaut und mit in der Region (Thailand, Malaysia, Australien) bereits vorhandenen Stationen (rund 60) zu einem Netz zusammengeführt. Dieses beliefert bereits jetzt das vorläufige Warnzentrum der meteorologischen und geophysikalischen SEITE 2 Agentur Indonesiens in Jakarta und erlaubt eine noch schnellere und präzisere Ortung im Erdbebenfall. Waren es vor einem Jahr noch mehr als 100 Minuten, die für die Ortung benötigt wurden, gelingt dies nun bereits nach weniger als fünf Minuten.

Als weitere Messstationen haben die Forscherinnen und Forscher Küstenpegel und GPS-Stationen installiert. Der Aufbau der Sensorstationen läuft kontinuierlich weiter. Die erste der beiden Testbojen zur Echtzeitbeobachtung des Meeresspiegels wurde für eine weitere Messphase vor Sumatra verankert. Im Rahmen des Capacity-Building-Programms haben die Experten aus Deutschland indonesische Stellen bei der Umsetzung von Ausbildungs-und Warnmassnahmen beraten, zum Beispiel in der Stadt Padang auf Sumatra. Ausserdem wurden Doktoranden-Stellen besetzt und ein Post-doc-Programm ausgeschrieben.

Das BMBF hat seine Tsunami-Hilfe inzwischen auf die so genannte letzte Meile ausgeweitet. Das Ministerium unterstützt eine Kooperation des Flensburger Unternehmens 2wcom mit dem indonesischen Forschungsministerium RISTEK. Die Technik, die auf dem Prinzip des Verkehrsfunks mit Textmeldungen (UKW-RDS) im Autoradio basiert und für Tsunami- Warnungen in Südostasien weiterentwickelt wurde, wird zunächst in drei Modellregionen auf Sumatra, Java und Bali installiert.

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Wiederaufbauhilfe in der betroffenen Region 45 Millionen Euro für den Aufbau des Tsunami- Frühwarnsystems bereitgestellt. Der Aufbau erfolgt in enger Kooperation mit der UNESCO/IOC, die die Koordination eines übergreifenden Frühwarnsystems für den Indischen Ozean übernommen hat.

Unter Federführung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, vertreten durch das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ), arbeiten verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen in enger Kooperation: das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR), das Alfred-Wegener-Institut (AWI), das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFMGEOMAR), das Forschungszentrum Geesthacht (GKSS), das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM), die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Universität der Vereinten Nationen in Bonn (UNU).

Das deutsche Konzept zur Einrichtung eines Tsunami-Frühwarnzentrums für die Region des Indischen Ozeans baut auf verschiedenen Arten von Messintrumenten (Sensoren) auf. In etwa 90% alle Fälle wird der Tsunami durch ein Erdbeben, ansonsten durch Vulkanausbrüche und Erdrutsche, ausgelöst. Ziel ist es, durch die Auswertung verschiedener Messgrössen möglichst frühzeitig Hinweise auf einen Tsunami und deren Ausmass zu erhalten. Eine Tsuami-Welle bereitet sich im offenem Meer mit bis zu 700 km/h aus. Für die beschriebene Region vergehen von der Entstehung eines Tsunamis bis zum ersten Aufrollen der Welle auf die Festlandküsten von Indonesien etwa 20 Minuten. In dieser Zeit können verschiedene Sensoren, die an unterschiedlichen Standorten im Ausbreitungsbereich der Welle aufgebaut werden, frühzeitig Abweichungen vom Normalzustand (Anomalien) erfassen.

Zu den Sensoren des Tsunami-Frühwarnsystems zählen neben Erdbebenmessstationen, Positionsbestimmungs-Messstationen, Küstenpegeln und Ozeanbojen auch auf dem Meeresboden abgelassene Druckmesser.

In einem Warnzentrum in Indonesien werden aussergewöhnliche Messdaten sofort mit einer Vielzahl von zuvor berechneter Tsunami-Simulationen abgegelichen, um eine zuverlässige Tsunami-Warnungen oder -Entwarnungen herausgeben zu können.

Durch die Einbindung lokaler Wissenschaftler und Techniker im Rahmen des "Capacity Bulding"-Programms, sowie über gezielte Massnahmen zur Entwicklung eines Gefahrenbewusstseins wird eine langfristige Strategie zur Vermeidung von Menschenverlusten mit katastophalen Ausmassen angestrebt.
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Dokumentation und Links
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Quelle: GITEWS
GITEWS - Tsunami-
Warnsystem
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Das deutsche Konzept zur Einrichtung eines Tsunami-Frühwarnzentrums für die Region des Indischen Ozeans baut auf verschiedenen Arten von Messintrumenten (Sensoren) auf. In etwa 90% alle Fälle wird der Tsunami durch ein Erdbeben, ansonsten durch Vulkanausbrüche und Erdrutsche, ausgelöst. Ziel ist es, durch die Auswertung verschiedener Messgrössen möglichst frühzeitig Hinweise auf einen Tsunami und deren Ausmass zu erhalten. Eine Tsuami-Welle bereitet sich im offenem Meer mit bis zu 700 km/h aus.
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Quelle: GITEWS
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Fragen und Antworten
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Quelle: GITEWS und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Deutschland, 2007
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Deutsches Tsunami-Warnsystem GITEWS
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