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Unsere
Gesellschaft ist bei weitem nicht gewaltfrei. Gewisse Formen der Gewalt,
beispielsweise jene am weiblichen Geschlecht, ist nahezu "salonfähig"
geworden, ein sicherer Kassenschlager ist sie allemal. Ein grosser Teil
der Werbeindustrie lebt von der unendlichen Wiederholung und Zementierung
von entwürdigenden Darstellungen der Frau. Die "Ware" Frau verkauft
sich bestens und männliche Gewalt wird in x-Medien x-Mal vorgespielt
und verherrlicht. Wen wundert's also, wenn Mädchen und Frauen mehr
als Objekte angeschaut, denn als Subjekte respektiert werden. Genau hier
setzt die Aktion "Respekt ist Pflicht - für alle!" an.
Grusswort
der EKKJ
Die
Ereignisse der letzten Zeit in Zusammenhang mit den Vergewaltigungen an
der Zürcher Schule und an anderen Orten haben uns veranlasst, zu handeln.
Wie
das Thema der mehrfachen Vergewaltigungen in Zusammenhang mit den Vergewaltigungen
und übergriffen an Schulen in den Medien diskutiert wird, hat bei
uns viele Fragen aufgeworfen. Es dreht sich alles um die Ursachen, die
die jungen Männer dazu veranlasst haben mögen, eine solche
Tat zu begehen. Dies wird kritiklos hingenommen.
Bei
der Diskussion des Themas fehlt die Geschlechterperspektive.
Es
dreht sich nämlich alles um die Ursachen, die die jungen Männer
dazu veranlasst haben könnten, eine solche Tat zu begehen. Mädchen
bleiben bei dieser Diskussion auf der Strecke - wenn von ihnen die Rede
ist, dann als Opfer und passive Objekte.
Es
ist wichtig, Männer- und Migrationsfragen nachzugehen, sowie Vorschläge
für stärkere und bessere Integrationsmassnahmen auszuarbeiten.
Aber warum wird ungleich mehr Geld in Massnahmen für Integration und
Gewaltprävention für Männer investiert? Und warum werden
die Themen "Männergewalt gegen Frauen", "allgemeine Jugendgewalt"
und "Ausländerproblem" ungeniert miteinander vermengt?
Frauen
und Mädchen werden durch Werbung und Medien selten direkt angesprochen.
Gleichzeitig wird Männern und Knaben in Werbung und Medien selten
das positive Bild starker und unabhängiger Frauen und Mädchen
mit eigener Meinung und klaren Aussagen gezeigt. Und genau hier knüpfen
wir mit unserer Kampagnenidee «Respekt ist Pflicht - für alle!»
an, die im Frühjahr in Basel starten wird und weiter in andere Schweizer
Städte wandert.
Massnahmen,
die Frauen und Mädchen direkt ansprechen, die sich ganz selbstverständlich
in ihr Medienkonsumverhalten integrieren und die somit auch einfacher zugänglich
sind (wie z. B. Plakate, Kinodias, Postkarten, Anzeigen in einschlägigen
Medien etc.) gibt es nicht. Mit der Aktion "Respekt ist Pflicht für
alle" wollen wir diese Lücke schliessen.
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