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Bei
einem La Niña- Ereignis kann man generell sagen, dass die typischen
Klimaverhältnisse einer Gegend noch verstärkt werden. In Südostasien
bedeutet dies, dass die gewohnten heftigen Regenfälle wieder für
Abkühlung sorgen. Diese Regenfälle werden nach den vor kurzem
dort herrschenden Dürreperioden sehnlichst erwartet. Die lang anhaltende
Trockenheit hatte um den Jahreswechsel 97/98 für verheerende Waldbrände gesorgt, von denen sich als Folge eine gewaltige Smogwolke über Indonesien
bildete.
In
Südamerika blühen hingegen die Wüsten nicht mehr in einer
herrlichen Blumenvielfalt, wie es während des El Niños 97/98
der Fall war. Die Wüsten beginnen wieder sehr stark auszudörren
-> Trockenheit.
Ein anderes Beispiel für die Auswirkungen eines
La Niña- Phänomens ist, dass die gewohnten warmen, heien Temperaturen
in Kalifornien wieder Einzug halten. Neben den eher positiven Veränderungen
gibt es auch einige negative Folgen von La Niña. So häufen
sich z.B. die Hurrikanvorkommen in Nordamerika drastisch im Vergleich
zu einem El Niño- Jahr.
Vergleicht man beide Klimaanomalien miteinander,
so gibt es bei La Niña weitaus weniger Naturkatastrophen als bei
El Niño. Dies ist auch der Grund, warum La Niña - die kleine
Schwester El Niños - kaum aus dessen Schatten tritt und weitaus
weniger gefürchtet ist. La Niña heit übersetzt "das Mädchen".
Dies kommt daher, dass sie als El Niños Gegenspielerin - welcher
bekanntlich übersetzt "Knabe" oder "Christkind" heisst, einfach den
gegenteiligen Namen bekam. Sie wird auch manchmal Anti-El Niño genannt.
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Waldbrände
in Kalimantan (Indonesien) im Sommer 1997 |
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