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Neue Gefahrensymbole für chemische Produkte
Vergleich: Neue und alte Gefahrensymbole
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Neue Gefahrensymbole für chemische Produkte: «Genau geschaut, gut geschützt»

Die Schweiz führt ein neues Gefahrenkennzeichnungssystem für chemische Produkte ein. Sie passt sich damit dem internationalen System Globally Harmonized System" (GHS) an, das weltweit dieselben Gefahrensymbole verwendet. Um die Bevölkerung zu informieren, startete das Bundesamt für Gesundheit (BAG)die nationale Informationskampagne "Genau geschaut, gut geschützt".

Ziel der nationalen Kampagne ist es, die neue Gefahrenkennzeichnung und deren Bedeutung bekannt zu machen und einfache Verhaltensregeln zum korrekten Umgang mit chemischen Produkten zu vermitteln. Mit dem Slogan "Genau geschaut, gut geschützt" wird die Bevölkerung für die wohl wichtigste und dennoch häufig missachtete Verhaltensregel im Umgang mit chemischen Produkten sensibilisiert: Wer die Hinweise auf der Etikette liest, schützt sich selbst und andere vor Gefahren.

Das BAG führt die Informationskampagne zusammen mit der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS), dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), dem Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) sowie privaten Partnern durch.

In den letzten Jahren haben die Vorfälle mit chemischen Produkten im Haushalt zugenommen: Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (STIZ) zeigt in der Periode von 2004 bis 2011 eine Zunahme der Beratungen zu Vorfällen mit Haushaltschemikalien von 30%.

 

Eine Informationskampagne ist nicht nur deswegen wichtig, sondern auch weil immer noch ein Drittel der Schweizer Bevölkerung davon ausgeht, dass chemische Produkte mit Giftklassen gekennzeichnet werden. Die Giftklassen wurden indes bereits 2005 mit der Einführung der orangefarbenen EU-Kennzeichen abgeschafft.

Gefahren, die von chemischen Produkten ausgehen können, werden neu mit einem international einheitlichen System gekennzeichnet, das von den Vereinten Nationen (UNO) entwickelt wurde. Dieses System umfasst neun Gefahrensymbole, die auf gefährliche Eigenschaften von Chemikalien hinweisen. Die schwarzen Zeichen auf weissem Grund in rotem Rahmen lösen die bisher verwendeten Symbole ab.

Das neue System soll Mensch und Umwelt in der ganzen Welt besser vor den Gefahren von Chemikalien schützen und den Handel mit chemischen Produkten international vereinfachen. Die vollständige Umstellung auf die neue Kennzeichnung erfolgt in der Schweiz schrittweise. Bis Ende 2017 werden im Handel noch Produkte mit der bisherigen Kennzeichnung anzutreffen sein.

Mobile App für unterwegs

Für die Bevölkerung sowie auch Betriebe stehen unter www.cheminfo.ch (d) oder www.infochim.ch (f/i) Broschüren, Merkblätter, Lernmaterialien, Lernfilme und Flyer zum Download zur Verfügung. Im Rahmen der Kampagne wird auch eine kostenlose App für Smartphones lanciert. Die Cheminfo-App liefert Informationen zu den neuen Symbolen, gibt Anweisungen zum korrekten Umgang mit Chemikalien und enthält eine Notruf-145-Funktion, die bei Vergiftungsunfällen und Vergiftungsverdacht betätigt werden kann. Dabei gelangt der Notruf an das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (STIZ), wo rund um die Uhr unentgeltlich ärztliche Auskunft erteilt wird.

"Genau geschaut, gut geschützt" - eine Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit chemischen Produkten im Alltag, getragen von:

Bundesamt für Gesundheit BAG
Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Bundesamt für Umwelt BAFU
Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Schweizerischer Versicherungsverband SVV

Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG, 2012

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