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Erlebnis Erde: Erdbebensimulator
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Erlebnis Erdwissenschaften
ETH Zürich: Erdwissenschaftliches Museum
Mit focusTerra, dem Forschungs- und Informationszentrum der ETH Zürich, erhält die Stadt Zürich ein neues erdwissenschaftliches Museum.
Erdwissenschaftliches Museum
NO-Gebäude der ETH Zürich (Eingang Sonneggstrasse 5, 8006 Zürich, Haltestelle ETH/Universitätsspital)
Öffnungszeiten:
Di-Fr 9.00-17.00 Uhr, So 10.00-16.00 Uhr,
Sa und Mo geschlossen, Führungen und Spezialveranstaltungen nach Vereinbarung
Der Eintritt ist frei.
Das erdwissenschaftliche Museum focusTerra öffnete am Wochenende vom 4./5. April 2009 erstmals für Besucherinnen und Besucher seine Tore. Seltene Exponate, die Millionen von Jahren alt sind, und aktuelle Forschung werden dabei in moderner Architektur ins rechte Licht gerückt.

Jedes Jahr stürzen etwa sechs Meteoriten auf die Erde. Während im 18. Jahrhundert noch niemand glauben konnte, dass Steine tatsächlich vom Himmel fallen können, faszinieren Meteoriten heute nicht nur die Wissenschaftler. Das Gestein liefert wichtige Hinweise, wann und wie Planeten entstanden sind. Das neue erdwissenschaftliche Museum focusTerra beherbergt den ältesten Meteoriten Europas und zwei der seltenen Meteoriten, die in der Schweiz gelandet sind.

Erdbeben, Vulkane und funkelnde Edelsteine

focusTerra ist räumlich und thematisch in drei Bereiche aufgeteilt:

Auf der unteren Ebene sind unter dem Titel "Dynamik der Erde" die Entstehungsgeschichte des Universums und der Erde thematisiert. Auch Phänomene wie Vulkane und Erdbeben werden dort mit Hilfe von Simulationen und Exponaten anschaulich erklärt. Der Schweizerische Erdbebendienst als Teil der Erdwissenschaften der ETH Zürich präsentiert laufend seine aktuelle Daten in der Ausstellung.

Der mittlere Bereich "Schätze der Erde" zeigt Mineralien, vielfältige Edel- und Schmucksteine und veranschaulicht ihren kristallinen Aufbau. Wie aus einem Science-Fiction wirkt der Kristallisator, in dem vor den Augen der Besucher ein Kristall entsteht. Eine der schönsten Kristallgruppen der Schweiz bildet den Mittelpunkt dieser Ausstellungsebene.

Klima im Fokus

Das Interesse an Sedimentgestein ist allgemein gestiegen, denn aus diesem Gestein lassen sich die Umweltbedingungen früherer Zeitepochen ablesen und Aussagen über mögliche Klimaveränderungen machen.

Bedeutende Funde sind auf der oberen Ausstellungsebene unter dem Thema "Archiv der Erde" zu sehen. So verblüffen Exponate aus dem Bereich der Paläobotanik: Die ältesten Lebensspuren in Stein sind 3'500 Millionen Jahre alt; versteinerte Blätter und Pflanzen bringen es auf ein Alter von rund 300 Millionen Jahre.

Zürich unter Eis

Bekannt sind die Zürcher Erdwissenschaftler für ihre grosse Sammlung an Reliefs. Ausgewählte Modelle sind nun frei zugänglich im Untergeschoss des Gebäudes. Speziell für focusTerra wurden aber auch neue Reliefs angefertigt, welche die Landschaftsentwicklung um die Stadt Zürich der letzten zwölf Millionen Jahre zeigen. So wird den Betrachtern klar, dass der Zürichsee das Resultat des Rhein-Linth-Gletschers ist, der im Laufe der Eiszeiten mehr als 20 mal bis in den Raum Zürich vorstiess.

Alte Steine in futuristischer Architektur

Mit dem Entscheid, die Erdwissenschaften im NO-Gebäude unterzubringen, nutzte die ETH Zürich die Gelegenheit, ihre geologisch-mineralogische Sammlung mit aktuellen Forschungsergebnissen zu verknüpfen und der Öffentlichkeit in einer neuen Form zu präsentieren.

In focusTerra treffen deshalb das frisch renovierte NO-Gebäude, das 1916 von Gustav Gull fertiggestellt wurde, mit modernen Elementen kontrastreich aufeinander. Herzstück von focusTerra ist ein futuristischer Einbau in Form eines begehbaren Turms, der vom Zürcher Büro Holzer Kobler Architekturen gestaltet wurde.
Erdwissenschaften für gross und klein

focusTerra ist ein Forschungs- und Informationszentrum, mit dem die ETH Zürich ihre erdwissenschaftliche Tätigkeit der Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Im Zentrum steht die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Schülern. Ulrike Kastrup, Leiterin von focusTerra, meint: "Wir möchten bei Schülerinnen und Schüler die Begeisterung für die Erdwissenschaften wecken und hoffen, einigen von ihnen später als Studierende der ETH Zürich wieder zu begegnen."

Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) 2009

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Erdbeben-Simulator
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Der Schweizer Erdbebensimulator ist seit Januar 2010 fester Bestandteil des Museums focusTerra der ETH Zürich sein. Besucherinnen und Besucher des Museums focusTerra können im Simulator erfahren, wie sich ein Erdbeben anfühlt und wie man sich im Ernstfall verhalten sollteIm Simulator werden Erdbeben verschiedener Stärken simuliert. Es fallen allerdings keine Decken oder Wänder auf die Besucher. Auch die unheimlichen Geräusche, welche ein echtes Erdbeben begleiten, fehlen.

Neben den Vorträgen, Experimenten und Führungen gibt es auch ein besonderes Angebot für Kinder: Mit Legos können sie auf einem so genannten Rütteltisch Häuser bauen und schauen, ob diese durch ein erdbebenähnliches Rütteln zerstört werden. Lehrer und Schüler sollen den Erdbebensimulator ab Sommer 2010 besuchen können und mit umfangreichen Präsentationen für einen Erdbebenfall geschult werden.

Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) 2010

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