Der
Regierungsrat hat die Vorbereitungen zur definitiven Lancierung einer Kandidatur
zur Anerkennung der Gotthard-Bergstrecke als UNESCO-Weltkulturerbe beschlossen
und will dabei die Federführung übernehmen. Der Beschluss stützt
sich auf die Ergebnisse einer aus den Kantonen Uri und Tessin, sowie den
SBB zusammengesetzten Arbeitsgruppe. Danach ist eine Kandidatur inhaltlich
gerechtfertigt. Die Arbeitsgruppe schätzt die Chancen für eine
Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe als "gut" ein.
Die
zentralen Chancen des Projekts liegen darin, dass die touristischen VermarktungsmÖglichkeiten
unter dem Label "UNESCO" auf dem nationalen und internationalen Markt entscheidend
verbessert werden. Damit lässt sich - ergänzt mit neuen Angeboten
(z. B. Bahnwanderweg, Aussichtsplattformen, Dampfzüge, Packages, Nostalgiefahrten
auf Bahn und Strasse, Sasso San Gottardo etc.) - die touristische WertschÖpfung
im Kanton Uri und in der Leventina nachhaltig steigern.
Der
Kanton Tessin und die SBB haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Kandidatur
mit zutragen und zu unterstützen. Das Bundesamt für Kultur (BAK)
unterstützt eine Kandidatur der Gotthard-Bergstrecke ebenfalls. Es
hat auch eine anteilige finanzielle Unterstützung der Kandidatur in
Aussicht gestellt.
In
einer ersten, rund ein Jahr dauernden Phase, wird nun eine aus den vier
Trägern (Kantone Uri und Tessin, SBB und BAK) gebildete Projektgruppe
ein Vorgehens- und Finanzierungskonzept sowie erste Fachgutachten und einen
detaillierten Terminplan erarbeiten. Basierend darauf will der Regierungsrat
die Lancierung zu gegebener Zeit definitiv auslÖsen oder stoppen.
Fällt dieser Entscheid positiv aus, wird der Kanton Uri ein umfassendes
Kandidaturdossier erarbeiten. Die entsprechenden Arbeiten dürften
rund zwei Jahre beanspruchen. |