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Um
die Zirkulation des Wassers zu bestimmen, wurde die Radiocarbonmethode
angewandt, die auf dem radioaktiven Zerfall des Kohlenstoff-Isotops C14
basiert. Messungen haben ergeben, dass das tiefe Pazifikwasser seit über
2000 Jahren nicht mehr an der Oberfläche war.
Winzige
Einzeller verraten CO2-Austausch |
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Um
zu sehen, wie sich die CO2-Situation im Vergleich zur letzten Eiszeit verändert
hat, untersuchten die Forschenden Schlamm aus dem subarktischen Pazifik,
der sich zirka einen Meter unter dem heutigen Meeresgrund befindet und
etwa 20'000 Jahre alt ist. Dabei analysierten sie winzige kalkschalige
Einzeller, sogenannte Foraminiferen. Diese schlossen während der Eiszeit
in ihren Schaen den Kohlenstoff des sie umgebenden Meerwassers ein. Dem
Forschungsteam gelang es nun, den C14-Gehalt genau zu messen. So konnten
sie zeigen, dass das Wasser in den Tiefen der Ozeane während der Eiszeit
weniger CO2 mit der Atmosphäre ausgetauscht hatte als heute.
Ernüchterndes
Resultat |
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Das
Team fand zudem klare Beweise, dass das Eiszeit-Wasser in der Tiefe mehr
an CO2 aus der Atmosphäre gebunden hatte als die Meere unserer Zeit.
Die
neusten Forschungsergebnisse zeigen, dass das Meer heute deutlich mehr
CO2 in die Atmosphäre ausgasen als während der letzten Eiszeit.
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Ozeane
können zudem im Allgemeinen mehr CO2 binden, wenn sie kalt sind. Ozeane,
die sich durch die Klimaveränderung erwärmen, geben mehr CO2
in die Atmosphäre ab. |
Für
das Klima hat diese Erkenntnis weitreichende Folgen. Die vom Menschen verursachte
Erwärmung der Ozeane trägt zur zusätzlichen Bildung von
Treibhausgasen bei, allen voran an CO2. Die Erderwärmung könnte
sich also noch stärker beschleunigen als bisher angenommen.
Samuel
Jaccard, Assistent an der ETH Zürich und einer der beiden Hauptautoren
der Studie meint: "Auch wenn wir bei einem derart komplexen System wie
dem Klimasystem nicht direkt von der natürlichen kalten Vergangenheit
auf die durch Menschen veränderte, warme Zukunft schliessen können,
zeigen unsere Resultate eines auf: Die durch den Menschen verursachte Erwärmung
hat einen Rückkopplungseffekt auf den CO2-Austausch zwischen Ozeanen
und der Atmosphäre, der sich negativ auf die globale CO2-Bilanz auswirken
könnte."
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