Die Wettersituation am 21. September 2004 zeigt über dem Atlantik eindrücklich die globale Verknüpfung des Wettergeschehens. Obwohl die IR-Nachtaufnahme des EUMETSAT nur die oberen Wolkenschichten in einer ausgeprägten Helligkeit zeigt, ist über dem nördlichen Atlantik ein Wolkenband erkennbar, welches von der Ostküste der U.S.A. bis nach Mitteleuropa reicht. Dieses Wolkenband beginnt beim aktiven Hurrikan "Jeanne" vor North Carolina und erstreckt sich der Küste Kanadas entlang über Irland bis nach Osteuropa hinein. In diesem Wolkenband sind die abgeschwächten Tiefdruckgebiete der Hurrikane "Ivan" und "Frances" eingelagert. Der Hurrikan "Jeanne" wird von einem Hochdruckgebiet über den nördlichen Appalachen davon abgehalten an die Küste der U.S.A. zu ziehen. "Jeanne" zieht daher über die Bahamas in nördliche Richtung in den Atlantik hinaus. Hurrikan "Karl" hat seinen Weg nach Norden begonnen. Er wird Nordamerika nicht erreichen. Stattdessen wird er auf das Hochdruckgebiet vor Spanien stossen. Der Tropische Sturm "Lisa" wird sich voraussichtlich zum Hurrikan entwickeln. Bisher zieht der Sturm in Richtung der Karibik.
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