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Ebenfalls
kritisch ist die Situation im Reusstal. Um 24 Uhr führte
die Reuss bei Mellingen eine Wassermenge von 660 m3/Sek.
Auch hier Tendenz steigend. Im Vergleich zum Hochwasser 2005 liegt diese
Abflussmenge nur noch 180 m3/Sek. unter dem bisher gemessenen Höchstwert.
Die
Einsatzkräfte werden in erster Linie von den Gemeinden koordiniert
und vom Kantonalen Führungsstab unterstützt. Zurzeit sind im
Kanton Aargau mehr als 80 Feuerwehren im Einsatz. Einige Zivilschutzorganisationen
haben für heute Donnerstag früh ihre Pionierformationen zur Unterstützung
der Feuerwehren aufgeboten.
Rheinfelden: 12.30 Uhr. Die Hochwasserschutzbauten sind in Gange. Der Rheinpegel steigt
stetig. 17.00 Uhr der Rheinpegel stagniert bei der Marke von 6.16. Der
errichtete Hochwasserschutz bewährt sich und schützt die Stadt
vor dem Wasser. Die Lage ist gemäss den Einsatzkräften unter
Kontrolle.
Personenschäden:
Es ist zurzeit bekannt, dass sich ein Feuerwehr Mann der Feuerwehr Berikon-Widen
verletzt hat.
| Quelle:
Kanton Aargau 2007 |
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Ausnahmebewilligung |
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Der
Kanton Aargau hat dem Kanton Bern die Bewilligung erteilt, nach dem 10.
August 2007 die vertraglich vereinbarte Wasserdurchlaufmenge in Murgenthal
AG um 50 m3/s auf 900 m3/s zu erhöhen. Mit dieser Massnahme
versuchte man, den randvollen Bielersee vor den nächsten Regenfällen
möglichst stark abzusenken.
Aufnahmen:
15. August 2007
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| Aare
bei Murgenthal AG |
Aare
bei Murgenthal AG |
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Aargauische
Gebäudeversicherung: Bilanz über die Überschwemmungen im
August 2007 |
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Die
Höhe der Gebäudeschäden im Kanton Aargau übertrifft
das Schadenausmass des Elementarereignisses von 2005
Das
Schadenausmass des Hochwassers von Anfang August 2007 übersteigt die
Schadenhöhe des Ereignisses vom August 2005 mit 600 betroffenen Gebäuden
und einer Schadensumme von 20 Mio. Franken deutlich. Rund 1'150 Gebäude
erlitten Schäden durch über die Ufer tretende Flüsse und
Bäche oder durch in die Gebäude eindringendes Hangwasser. Die
daraus resultierende Schadensumme wird auf 24 Mio. Franken geschätzt.
Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurde die Stadt Aarau, wo
rund 260 Gebäude Schäden erlitten. Die alleine hier entstandenen
Beschädigungen belaufen sich auf 11.5 Mio. Franken.
Mit
wenigen Ausnahmen konnten bis heute alle betroffenen Eigentümer kontaktiert
und eine Schadenbesichtigung durchgeführt werden.
Nach
1999, 2002 und 2005 ist das Hochwasser von 2007 bereits das vierte Grossschadenereignis
innerhalb einer relativ kurzen Zeit. Eine solche Häufung gibt
zu denken, zumal durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt wird, dass
mit einer Zunahme solcher Ereignisse zu rechnen ist.
Die
Aargauische Gebäudeversicherung ist der Überzeugung, dass der Elementarschadenprävention zukünftig eine grössere Bedeutung zukommen muss. Mit der Inkraftsetzung
des totalrevidierten Gebäudeversicherungsgesetzes per 01.01.08 wird
die gesetzliche Grundlage geschaffen, dass sich die Gebäudeversicherung
in der Elementarschadenprävention vermehrt engagieren kann. Die Erstellung
der Gefahrenkarten durch den Kanton wurde schon seit Beginn des
Projekts finanziell unterstützt. Neu wird die AGVA auch objektbezogene
Schutzmassnahmen unterstützen können. Die Elementarschadenprävention
soll in Zukunft - unter Kosten/Nutzen-überlegungen - in etwa dieselbe
Wirkung erzielen können, wie seit längerem der vorbeugende Brandschutz.
Es ist weitgehend dem umfassenden System des "sichern und versichern" innerhalb
der Aargauischen Gebäudeversicherung zu verdanken, dass im Dreiklang
von Vorbeugung, Schadenbekämpfung und Versicherung wertvolle Synergien
geschaffen werden können, die inskünftig auch auf dem Gebiet
der Elementarschadenprävention zum Tragen kommen müssen..
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