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Polare Stratosphären Wolken (PSC); Foto: M. Rex, AWI
Ausserdem
verstärken Wassereiswolken den Ozonabbau nach derzeitigem Verständnis,
da diese Wolken die Gegenspieler der ozonabbauenden Radikale aus der Stratosphäre
effektiv entfernen können. Gemessen an vertikaler und horizontaler
Ausdehnung sowie zeitlicher Dauer der ungewöhnlichen Kälte sind
in diesem Winter bereits jetzt mehr PSCs aufgetreten als jemals zuvor in
der Arktis. |
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"Insbesondere
die ungewöhnliche Grösse der Gebiete, in denen sich Eiswolken
bilden können, ist besorgniserregend. Vergleichbare Grössen gab
es seit Beginn der Messungen vor vierzig Jahren nur im Winter 1983/1984,
aber damals gab es diese Bedingungen nur für wenige Tage. In diesem
Winter messen wir nun schon seit mehreren Wochen immer wieder Temperaturen
unter -85 Grad Celsius", sagt Dr. Markus Rex von der Forschungsstelle
Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung,
der die Arbeiten zum arktischen Ozonverlust im Europäischen Projekt
SCOUT-O3 koordiniert.
"Erste Auswertungen der Messungen unseres internationalen
Netzwerks zeigen bereits Hinweise auf Ozonverlust. Das war gegen Ende eines
so kalten Januars auch zu erwarten. Ob es durch die ungewöhnlichen
Bedingungen dieses Winters zu einem extremen Ozonverlust in der Arktis
kommt, wird sich durch die Entwicklung der nächsten Wochen entscheiden",
erklärt Rex.
Im bisherigen arktischen
Rekordwinter 1999/2000 sind lokal bis zu siebzig Prozent Ozon zerstört
worden, was die Dicke der Ozonschicht insgesamt um bis zu dreissig Prozent
reduziert hatte. In warmen arktischen
Wintern gab es keinen nachweisbaren Ozonverlust. Bleibt es dieses Jahr
im Februar und März kalt, könnte der Abbau aus 1999/2000 noch
deutlich übertroffen werden. In der Antarktis wird aufgrund der
dort erheblich tieferen Temperaturen in jedem Winter in einem breiten Höhenbereich
das gesamte Ozon zerstört und es bildet sich dort regelmässig
das bekannte Ozonloch.