Naturwissenschaften
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Das Wattenmeer
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Das Wattenmeer und der Klimawandel
AWI ökologische Veränderungen in der Nordsee
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Am 26. Juni 2009 wurde das niederländisch-deutsche Wattenmeer in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der deutsche Teil des Wattenmeeres gehört ebenfalls zum Weltnaturerbegebiet.

Das Wattenmeer wird jedoch nicht "hinter Schloss und Riegel" kommen. Unternehmer, Bewohner und Besucher können das Gebiet weiterhin nutzen, natürlich mit Respekt für die besonderen Naturwerte. Das Wattenmeer ist eine einzigartige Gezeitenlandschaft, die ein nahezu lückenloses System von Sand- und Schlickflächen aufweist. Die Landschaftstypen sowie Flora und Fauna sind hier sehr abwechslungsreich. Das Gebiet hat eine besondere Bedeutung für Millionen von Vögeln, sowohl als Rastplatz während des Durchzugs als auch als permanenter Lebensraum.

Noch immer nutzen Menschen das Gebiet. Fahrrinnen werden zum Transport von Gütern genutzt, es werden Fische, Garnelen und Miesmuscheln gefangen, und zu den Inseln fahren Fähren, auf denen Bewohner und Urlauber befördert werden. Menschen geniessen und erholen sich im Wattenmeer. Auf den trockenfallenden Wattflächen finden Wattwanderungen statt und in den Prielen wird gesegelt.

Das Wattenmeer erstreckt sich über 450 km entlang der Nordseeküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande. Es umfasst 7.300 km2 Wattflächen und Rinnen. Zusammen mit den Inseln, den Flussmündungen und angrenzenden Gebieten in der Nordsee bedeckt das Trilaterale Kooperationsgebiet eine Fläche von 14.700 km2 - es ist damit eines der grössten Feuchtgebiete weltweit. Es beherbergt eine grosse Vielzahl von verschiedenen Pflanzen und Tieren. Jedes Jahr rasten dort 10-12 Millionen Vögel auf ihrem Zug zwischen Winterquartier und Brutgebieten.

Für die Menschen ist die Wattenmeerregion Heimat, Arbeits- und Wirtschaftsraum und nicht zuletzt ein beliebtes Erholungsgebiet.

Doch es gibt auch Entwicklungen, die Anlass zur Besorgnis geben. "Beispielsweise ist der Anteil der ökologisch wertvollen Schlickwattflächen kleiner geworden. Strände und Vordünen werden so stark von Touristen genutzt, dass Strandvögel wie Sand- und Seeregenpfeifer ernsthaft bedroht sind.

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Quelle: Common Wadden Sea Secretariat (Gemeinsames Wattenmeersekretariat)

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