In
den letzten Jahrzehnten hat die Vielfalt der Baumarten leicht zugenommen.
Trotz des guten Gesamtbildes gibt es auch imWald ökologische Defizite.
Zum einen liegt zu wenig Totholz in vielen Schweizer Wäldern. Dies
ist für Tausende von Arten nachteilig, die auf Totholz als Lebensgrundlage
angewiesen sind - vor allem Pilze, Käfer und Vögel. Aber auch
licht- und wärmeliebende Arten haben es mancherorts schwer: Sie leiden
unter der zunehmenden Verdunkelung der nicht mehr bewirtschafteten Wälder.
Für sie wäre auch der Waldrand ein idealer Lebensraum. Doch viele
Waldränder sind zu eintönig. Die Ausbreitung des Waldes bedroht
auch viele ökologisch wertvolle Kulturlandschaften, vor allem die
Wytweiden im Jura und in den Alpen. Die Schweizer Landschaft wäre
von Natur aus über wiegend von Buchen- und Fichtenwäldern geprägt,
die relativ artenarm sind.
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