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Tropischer
Regenwald: Klima |
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Tropischer
Regenwald: Tier- und Pflanzenwelt
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Ruanda: Biodiversität und Tourismus
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2003 begann in Ruanda mit der Inkraftsetzung einer neuen Verfassung ein neuer politischer Abschnitt. Die Anwesenheit der bewaffneten Gruppe der FDLR (Front Démocratique de la Libération du Rwanda) im Osten der Demokratischen Republik Kongo und dem weitverbreiteten Misstrauen in vielen Schichten der Bevölkerung hatten in Ruanda ein äusserst labiles soziales Gleichgewicht geschaffen. 2003 wurden Wahlen durchgeführt, bei welchen Junge und Frauen durch einen Verteilungsschlüssel einen höheren Anteil an Parlamentssitzen erhielten. Mit gezielten Massnahmen wurden mehr Frauen in die lokale Administration integriert.
Obwohl die beiden grössten ethnischen Gruppen innerhalb von Ruanda, der Volksgruppen der Tutsis und den Hutus, relativ friedlich nebeinander leben, war der ethnische Konflikt bei weitem noch nicht gelöst. 2004 fand eine parlamentarische Kommission heraus, dass in Ruanda weiterhin das Gedankengut der "Genozids" bei einzelnen Bevölkerungsgruppen verwurzelt war. Einer der Hauptgründe für den Genozid 1994 war eine schlechte und einseitig ausgerichtete Regierungsarbeit. Der Frieden innerhalb der einzelnen Bevölkerungsgruppe ist weiterhin verletzlich. Die Regierung und internationale Organisationen festigen mit speziellen Programmen das soziale Gleichgewicht und leisten so Friedensarbeit.
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Nyungwe-Nationalpark in Ruanda: Schutz der Biodiversität im Krisengebiet
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Ruanda ist ein "hot spot" der Biodiversität und besitzt mit dem Nationalpark "Forêt de Nyungwe" den grössten Bergnebelwald Ostafrikas. Durch die Suche der Bevölkerung nach Feuerholz wächst allerdings der "Nutzungsdruck" auf den Wald. Ruanda ist mit mehr als 400 Einwohnern pro Quadratkilometer extrem dicht besiedelt. Die Bevölkerung lebt zu fast 90 Prozent von der Subsistenzlandwirtschaft und nutzt Holz als zentrale Energiequelle. |
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Das deutsche Bundesumweltministerium (BMU) stellt aus Mitteln der internationalen Klimaschutzinitiative rund 1,6 Millionen Euro für den Schutz des Nyungwe-Nationalparks in Ruanda zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit ruandischen Partnern wird die Universität Koblenz-Landau bis zum Jahr 2012 eine Schutzzone um den Park errichten. Dadurch soll die fortschreitende Abholzung des für Klimaschutz und Artenvielfalt bedeutenden Bergnebelwaldes verhindert werden.
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Neben zahlreichen Arbeiten zur Erforschung der einzigartigen Biodiversität Ruandas sind insbesondere Forschungsarbeiten zur Intensivierung der kleinbäuerlichen Agrarproduktion durch eine ökologisch angepasste Landnutzung zu nennen.
Im gemeinsamen interdisziplinären Forschungsprojekt zum Thema "Jüngere Veränderungen in der Kulturlandschaft Ruandas" beschäftigen sich Forscher aus Koblenz gemeinsam mit ihren ruandischen Kollegen mit den Problemen, die mit der Gründung neuer Dörfer - in der Landessprache imidugudu genannt - verbunden sind. |
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Dabei erarbeiten sie Kriterien für eine optimale Standortwahl für derartige Plansiedlungen und beobachten die Entwicklung bereits bestehender Siedlungen sowie die dortige kleinbäuerliche Produktion. Weitere Schwerpunkte der Untersuchungen sind die Veränderung der Biodiversität sowie die Landschaftsdegradation in der Umgebung der imidugudu.
Ziel der Forschungsarbeiten ist es, Möglichkeiten zu einer ökologisch angepassten Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu erarbeiten und damit einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Bodenfruchtbarkeit in Ruanda zu leisten.
Die Koblenzer arbeiten auch direkt und intensiv mit den Betroffenen in Ruanda zusammen: Derzeit bringen sie ruandischen Landwirten bei, wie sich land- und forstwirtschaftliche Produktion in hoch produktiven Agroforstsystemen miteinander kombinieren lassen. Bauerngruppen, aber auch Schüler an Primar- und Sekundarschulen lernen, wie richtig kompostiert wird, und legen Baumschulen sowie Schulgärten an. In diesen können Schüler lernen, Gemüse anzupflanzen und effizient zu düngen.
Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt aus Mitteln der internationalen Klimaschutzinitiative rund 1,6 Millionen Euro für den Schutz des Nyungwe-Nationalparks in Ruanda zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit ruandischen Partnern wird die Universität Koblenz-Landau bis zum Jahr 2012 eine Schutzzone um den Park errichten. Dadurch soll die fortschreitende Abholzung des für Klimaschutz und Artenvielfalt bedeutenden Bergnebelwaldes verhindert werden.
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Was ist ein Nebelwald?
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Entlang der Hänge von Gebirgen bilden sich in den Tropen häufig beständige Wolkenschichten, welche sich nur gelegentlich auflösen. Aus dem Tiefland stammende feuchtwarme Luftmassen steigen entlang der Bergflanken in die Höhe. Durch die Abkühlung kondensiert der Wasserdampf zu Wassertropfen. Es bilden sich dichte Wolkenschichten. Da im tropischen Raum die klimatischen Bedingen im Verlaufe eines Tages oder eines jahres nur wenig ändern, befinden sich die Untergrenzen diese Wolkenschichten immer etwa in den gleichen Höhe. Im Bereich dieser beständigen Wolkenschichten entwickeln sich spezielle Vegetationsformen (wie etwa Bartflechten oder dicke Moospolster) des tropischen Nebelwaldes. |
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Gebirge in den Tropen sind oft von ständigem Nebel und Wolken eingehüllt. Die Vegetation an diesen feuchtkühlen Berghängen ist anders als in der dampfenden Hitze des Tieflandes. Die Bäume werden dünner, die Blätter kleiner, das Laub zäher. Hier können sogenannte Aufsitzerpflanzen ohne Wurzeln oder Erdreich in den Baumkronen gedeihen; allein die Orchideen sind im Nebelwald mit 1000 verschiedenen Arten vertreten. Die Nebelwälder Ostafrikas werden von viele Meter hohen Heidekrautgewächsen beherrscht, Verwandten der Erika, die in den Moorgebieten von Alaska und Schottland höchstens kniehoch wächst. |
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Das Dickicht der Heidekräuter ist vermischt mit riesigen Lobelien und Kreuzkraut oder Greiskraut, einem Korbblütler, der mehrere Meter hohe Stengel hat. Im unteren Bereich der Hänge herrschen grosse Bambusstauden vor, weiter oben Flechten und Moose dann folgen ewiger Schnee und Eis.
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