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2008 Kanton Aargau: Ambrosia weiterhin vorhanden
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Gemeinsame Aktion gegen Ambrosia
von Christian Bohren, Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW

Der hoch allergene Ambrosia-Pollen bedroht unsere Gesundheit. Die Ambrosia gefährdet zudem die Biodiversität. Wir erleben gegenwärtig in der Schweiz eine Phase der beginnenden Invasion durch diese ursprünglich aus Nordamerika stammenden Pflanze. Eine landesweite Aktion soll die weitere Ausbreitung dieser Pflanze verhindern. Alle können in ihrem Umfeld wirksam gegen Ambrosia vorgehen.

Zur gemeinsamen Aktion gegen Ambrosia ruft die Forschungsanstalt Agroscope Changins- Wädenswil ACW auf. Das exotische Gewächs soll an der Wurzel gepackt und überall entfernt werden, wo es Wurzeln geschlagen hat. Ein Information-Faltblatt soll die Bevölkerung überdie Biologie der Ambrosia sowie überBekämpfungs- und Entsorgungsmassnahmen informieren. Es wurde den rund 3000 Gemeindebehörden der Schweiz zur Weiterleitung an die Wohnbevölkerung zugestellt. Bis heute wurden etwa 300'000 Faltblätter verteilt. Mit einem kostengünstigen Engagement von Behörden, Spezialisten und Privatpersonen kann eine wirksame Bekämpfung dieses Unkrauts erreicht werden.
Die Ambrosia gehört zu den exotischen Pflanzenarten, die sich in unserem Land invasiv ausbreiten können. Im Jahr 2000 wurden im Kanton Genf erste Bestände auf äckern festgestellt. Verbreitet wird der Samen dieser Pflanze hauptsächlich als Verunreinigung im Vogelfutter und mit Erd- und Aushubtransporten sowie mit Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen. Deshalb kommt sie in Haus- und Familiengärten ebenso vor wie an Strassenrändern und Eisenbahndämmen, in Baustellen, Kiesgruben, auf Feldern und Äckern. Sie verdrängt die einheimische Flora - und damit die Biodiversität - wenn sie sich ungehindert verbreiten kann.

Gemäss einer Studie von Agroscope ACW im Jahr 2005 ist damit zu rechnen, dass die Ambrosia bereits an vielen Orten des Mittellandes vorkommt. Meist sind es Einzelpflanzen. ACW erarbeitet Strategien und entwickelt Methoden zur erfolgreichen Ambrosia-Bekämpfung im landwirtschaftlichen, urbanen und naturnahen Bereich.

Neben der Umweltgefährdung zwingen uns auch die hoch allergenen Ambrosiapollen zum raschen Handeln. In verseuchten Regionen wie der Poebene, Ungarn, Balkan, Rhône-Alpes entwickeln fast 15 % der Bevölkerung Allergien: triefende, juckende Nase, tränende, geschwollene Augen und in schweren Fällen Asthma. Gemeinsames Handeln auf allen Ebenen und das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen tragen dazu bei, die Verbreitung dieser Pflanze in unserem Land zu verlangsamen und die drohenden Gefahren abzuwehren.admin.ch

Quelle: Text ACW Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW, Juni 2006

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Ambrosia-Ausreissaktion
Reissen wir Ambrosia aus, bevor diese Pflanze noch weiter Fuss fasst!
Warum ausreissen?
Ambrosia kann bei Menschen schwere Allergien auslösen. Ausreissen und Entsorgen ist derzeit die effizienteste und kostengünstigste Bekämpfungsmethode. Die nordamerikanische Pflanze gedeiht bei uns hauptsächlich in Gärten und Grünanlagen. Die Samen waren in Körnermischungen zu finden (z.B. Vogelfutter). Ambrosia wird auch an Landmaschinen und Fahrzeugen klebend oder durch Transport von Bauaushub und Erdmaterial verbreitet.
Der optimale Zeitpunkt zum Ausreissen von Ambrosia ist vor Beginn der Pollenproduktion - also Ende Juni.

Richtig ausreissen!

Ende Juni ist als Ausreiss-Zeitpunkt ideal, weil Ambrosia noch keine Pollen gebildet hat. Dann kann man Ambrosia mit Handschuhen gefahrlos ausreissen. Sind bereits Pollen vo-handen, ist ein einfacher Atemschutz zu verwenden. Allergiker sollten das Ausreissen blühender Ambrosia-Pflanzen unterlassen.

1 bis 20 Pflanzen gefunden:Mit Handschuhen ausreissen und im Kehricht entsorgen. Pflanzen nicht kompostieren, da sie über leben könnten. Im nächsten Jahr Standort nach Ambrosia absuchen. Alle Standorte der Gemeinde melden.

Mehr als 20 Pflanzen gefunden: Die Gemeinde und den Grundbesitzer informieren. Die Gemeinden leiten die Meldung an die kantonalen Fachstellen weiter. Der Standort wird von Fachleuten gesäubert. Im nächsten Jahr Standort nach Ambrosia absuchen.

Weitere Auskünfte erteilen:

Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW
Route de Duillier, Case Postale 1012, 1260 Nyon

Mediendienst Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW
Postfach 185, 8820 Wädenswil

Quelle: Text ACW Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW, Juni 2007

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2008: Ambrosia im Kanton Aargau weiterhin am Wachsen
Kontrolle der 945 Aargauer Fundorte

Die Kontrolle und Bekämpfung der hochgradig allergenen Pflanze Ambrosia verläuft erfolgreich. Die Ambrosia-Kontrolleure der Gemeinden suchen bis Ende September 2007 Risikostandorte wie Industrieareale oder Baustellen ab. Zusätzlich über wachen sie die 945 bestätigten Fundorte aus den Vorjahren.

Im August 2008 sind die 300 Ambrosia-Kontrolleurinnen und -Kontrolleure der Aargauer Gemeinden unterwegs.
Sie suchen aktiv Ambrosia-Risikostandorte wie Gruben, Deponien, Baustellen, Kompostplätze und Industrieareale ab. Falls die hochgradig allergene Pflanze gefunden wird, muss der betroffene Grundeigentümer oder Bewirtschafter unter Anleitung diese invasiven Pflanzen ausreissen und fachgerecht mit dem Hauskehricht entsorgen. Zusätzlich werden durch die verantwortlichen Personen der Gemeinden alle Ambrosia-Fundorte der Vorjahre speziell über wacht. Diese Massnahme ist für den langfristigen Bekämpfungserfolg entscheidend. Ausserdem führen die Strassenunterhaltsdienste des Bundes und des Kantons spezielle Ambrosia-Kontrollen entlang der Autobahnen und Hauptstrassen durch. Das Suchen und Melden, Ausreissen und fachgerechte Entsorgen dieser Pflanze ist die effizienteste und kostengünstigste Bekämpfungsmethode.

945 Aargauer Fundorte

Im Auftrag des Regierungsrats wurden in den letzten zwei Jahren in allen 228 Gemeinden umfangreiche Ambrosia-Kontrollen durchgeführt. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurden bis Ende letzten Jahres an 945 Standorten Ambrosia- Pflanzen lokalisiert und bekämpft. Die exakten Fundorte sind neu unter www.ambrosia-ag.chfür jedermann ersichtlich.

Meldepflicht

Der kantonale Pflanzenschutzdienst an der Liebegg ruft alle Aargauerinnen und Aargauer auf, verdächtige Pflanzen weiterhin den Ambrosia-Verantwortlichen Personen der Gemeinde zu melden. Die Liste der zuständigen Personen sowie weitere Informationen zu Ambrosia findet sich im Internet unter www.ambrosia-ag.ch.

Quelle: Text Kanton AargauDepartement Finanzen und Ressourcen, August 2008

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Merkblätter - Publikationen
RAOnline Download
Quelle: ACW
Strategie gegen Ambrosia
Quelle: ACW
Aktion gegen Ambrosia
Quelle: ACW
Situation aus medizinischer Sicht

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Links
Externe Links
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Umwelt-Schweiz
Planzenschutzdienst Bundesamt für Gesundheit
Riesenbärenklau Wild-, Heil - und Giftpflanzen
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